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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Wertschätzender Kontakt entscheidend

09.01.2019

Oldenburg „Das sind mit die schönsten Momente in unserem Beruf, wenn die Augen der Studierenden anfangen zu leuchten. Wenn sie zu uns gekommen sind, weil sie das Gefühl haben, dass sie den Erwartungen nicht entsprechen und sie im Gespräch plötzlich merken, dass sie schon ganz viel geschafft haben, dass es okay ist wie sie sind und wie ihr Leben läuft“, sagt Ute Hartkens, Leiterin der Studienberatung an der Jade Hochschule.

Viele Studentinnen und Studenten glaubten, nur mit einem schnurgeraden Lebenslauf, Chancen auf einen guten Job zu haben. „Dabei ist doch das Rumpelige das Normale. Spätestens wenn ich von meinem krummen Lebenslauf erzähle, entspannen sich die meisten“, schmunzelt Hartkens.

Zum eigenen Weg stehen

Entscheidend sei vielmehr, dass die Studenten sich und ihren Lebenslauf so annehmen wie er ist. „Brüche können Anknüpfungspunkte im Vorstellungsgespräch sein“, erläutert Studienberaterin Susanne Busche. „Studierende können erklären, warum das Studium länger gedauert hat, etwa wegen eines Auslandsaufenthalts oder weil sie Geld verdienen mussten.“ „Ein ehemaliger Student, der mal ein Bewerbungscoaching bei mir gemacht hat, ruft mich immer noch vor jedem Vorstellungsgespräch an, um im Gespräch wieder zu sich zu finden“, so Hartkens. „Und dass obwohl er inzwischen viel mehr verdient als ich.“

Der wertschätzende Kontakt gegenüber den Studentinnen und Studenten ist für die Studienberaterinnen das Herzstück ihrer Arbeit. „Wir müssen die Studierenden verstehen lernen, verstehen wie sie die Dinge sehen, was ihnen wichtig ist und unsere eigenen Vorstellungen vielleicht dementsprechend korrigieren“, erklärt Hartkens. „Wenn zum Beispiel ein Student im zehnten Semester zu mir kommt und sagt, dass er sein Studium hinschmeißen will, obwohl er nur noch drei Prüfungen ablegen müsste, ist mein erster Impuls: Das geht doch nicht! Dabei ist meine Einstellung hier gar nicht der Maßstab. Wichtig sind die Gründe des Studierenden. Über die müssen wir reden“, fügt Busche hinzu.

Zu den tollen Momenten zählt natürlich auch, wenn Studenten zum Beispiel ihre Angst überwunden und eine Prüfung bestanden haben. „Eigentlich soll man ja professionell sein und das Berufliche nicht an sich heranlassen, aber nach einem Prüfungscoaching gelingt mir das nicht immer“, verrät Busche. „Schließlich haben die Studentinnen und Studenten, die zu uns in die Beratung kommen, Stärke gezeigt, indem sie sich Hilfe geholt haben. Das soll doch auch belohnt werden.“

Plan B erarbeiten

Und wenn es nicht geklappt hat? „Dann überlegen wir gemeinsam wie es weitergehen kann. Die meisten Prüfungen können ja wiederholt werden. Vielleicht waren es einfach nur zu viele Arbeiten auf einmal“, beschreibt Busche eine Möglichkeit. Wenn es aber der letzte Versuch war? „Es gibt immer einen Plan B. Schließlich steckt in jeder Krise eine Chance, weil man quasi gezwungen ist neu zu überlegen was man machen will – auch wenn das in der Situation die meisten nicht hören wollen“, sagt Hartkens. „Vielleicht gibt es ja einen ähnlichen Studiengang oder man entscheidet sich doch für etwas ganz anderes.“

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