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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Sicherheitsrisiken von Mobiltelefonen

04.05.2016
Frage: „Sicherheitsaspekte von Mobiltelefonen“ lautet das Thema Ihrer Masterarbeit. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Gewald: Es ist ein sehr brisantes Thema. Denn Mobiltelefone bieten viele Angriffsmöglichkeiten. Dessen sind sich zu wenige bewusst – obwohl es fast jeden betrifft.
Frage: Wo lauern die größten Gefahren?
Gewald: Da gibt es verschiedene Ebenen. Zum einen ist es relativ einfach, über den Mobilfunkstandard GSM Gespräche mitzuschneiden, den Standort des Nutzers zu bestimmen, Nachrichten zu verändern oder Schadcodes einzuschleusen. GSM ist zwar veraltet und wird zunehmend durch die neueren Standards UMTS oder LTE ersetzt, aber gerade in ländlichen Gegenden sind diese oft nicht verfügbar. Dann schaltet das Handy automatisch auf GSM um – wenn ich das nicht vorher extra verboten habe.
Frage: Und die zweite Ebene?
Gewald: Das sind die Apps. Meist kommen sie aus einem App-Store, etwa von Apple oder Google. Dann sagt der Anbieter, dass diese Apps sicher sind. Aber deren Prüfung schlägt auch manchmal fehl. Es ist sowohl bei Apple als auch bei Google schon passiert, dass Apps mit Schadsoftware angeboten wurden.
Auch die Schnittstellen können Probleme bereiten: Bei einer Bank waren etwa die beiden Apps für die TAN-Generation beziehungsweise für Online-Überweisungen sicher. Die beiden Apps mussten aber kommunizieren, und an dieser Schnittstelle wurde ein Schadcode eingeschleust, über den unerlaubte Überweisungen getätigt wurden.
Frage: Wie kann ich mich davor schützen?
Gewald: Das ist sehr schwierig. Ich würde zum Beispiel Online-Banking nicht über Apps ausführen. Da gibt es zu viele Angriffsmöglichkeiten. Um die Sicherheit einer App zu überprüfen, habe ich als Nutzer wenig Möglichkeiten. Bei Open Source Apps kann man sich den Quellcode ansehen. Da dieser sehr vielen nichts sagt, bieten sich Bewertungen im Internet an. Solche gibt es auch für Apps von Google oder Apple, aber diese sind weniger aussagekräftig, wenn man nicht an die Quellcodes rankommt.
Frage: Was kann mir aufgrund dieser Sicherheitslücken noch passieren?
Gewald: Manche Apps bestimmen zum Beispiel den Aufenthaltsort des Nutzers über GPS, etwa bei Fitness-Apps, die die Laufstrecke verfolgen. Einige dieser Apps übermitteln die Position nicht nur ans eigene Smartphone, sondern zu Marketingzwecken auch an Dritte. Hier könnten Kriminelle Schadsoftware einschleusen, um Bewegungsprofile zu erstellen, die sie verkaufen. So ließe sich aber auch feststellen, ob jemand zu Hause ist, wenn ein Einbruch geplant wird.
Frage: Ihre Masterarbeit erhielt nicht nur die Bestnote, sie wurde von Ihren Betreuern auch beim Springer Wissenschaftsverlag eingereicht und ist dort als Buch erschienen. Für welche Zielgruppe ist dieses interessant?
Gewald: Da ich möglichst allgemeinverständlich geschrieben habe, richtet sich die Arbeit generell an Interessierte. Das Buch informiert über Gefahren und zeigt auf, was jeder tun kann, um sich zu schützen. Diese Kapitel helfen auch weiter, falls jemand den Teil mit technischen Details nicht verstehen sollte.
Da ich die Arbeit in der Fachdidaktik geschrieben habe, sind vor allem auch Informatiklehrer die Zielgruppe. Sie finden Hintergrundinfos für ihre Unterrichtsvorbereitung darin und müssen nicht weitere Fachliteratur wälzen. Um Jugendliche besser über Sicherheitsproblematiken zu informieren, wäre mehr Informatikunterricht an Schulen sicher hilfreich.

Unter dem Titel„Sicherheitsaspekte von Mobiltelefonen“ ist die Masterarbeit von Peter Gewald im Springer Verlag erschienen.

Der Wissenschaftsverlag veröffentlich in der Reihe „Best Masters“ ausgewählte Abschlussarbeiten.

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