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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Wachsendes Interesse an neuer Forschungsrichtung

22.03.2017

Oldenburg Nicht historische Texte, sondern Handlungen, die den Alltag strukturierten und prägten, stehen im Fokus der „Historischen Praxeologie“. „Beispiele für solche Alltagspraktiken im Leben eines Studierenden heutzutage wären zum Beispiel das Schreiben von Whats- App-Nachrichten, Fahrrad fahren, Bücher lesen, Kaffee trinken oder im Hörsaal sitzen – also Handlungen, die wir kaum hinterfragen, die aber dennoch wichtig für unser tägliches Miteinander sind“, erläutert Lucas Haasis, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Geschichte der Universität Oldenburg.

Mit dem Graduiertenkolleg „Selbstbildungen – Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive“ ist die Uni von der ersten Stunde der jungen Forschungsperspektive dabei. Historische Praxeologie wird erst seit etwa zehn Jahren betrieben. „Mit dem neuen Ansatz lässt sich zum Beispiel erklären, dass Uniseminare heute fast immer Viertel vor schließen und Viertel nach beginnen: In der frühen Neuzeit war es noch die Regel, dass Veranstaltungen in den Häusern der Professoren abgehalten wurden und der Weg vom Haus des einen Professors zum Haus des anderen meist eine halbe Stunde Fußmarsch bedeutete“, sagt Haasis.

Internationale Tagung

Die junge Forschungsrichtung stoße international auf wachsendes Interesse, wie die Tagung „Historical Praxeology – Quo vadis?“, die kürzlich an der Uni Oldenburg stattgefunden hat, zeigte, so Mitorganisator Haasis. „Die Praxeologie findet zudem epochenübergreifend Zustimmung. Die Zeitspanne, die wir mit der Tagung abdecken konnten, verlief vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte; thematisch zum Beispiel von der Eroberung Mexikos, untersucht anhand der Praxis, Pferde in Hängematten zu verschiffen, über die Zeit der Industrialisierung, untersucht anhand der Praktiken der Kohleherstellung, hin zur Zeitgeschichte, untersucht anhand der Folgen der Wende, bis hin zu den brennenden Fragen unserer Zeit wie Selbstoptimierung und Weiterbildung – alles ermöglicht über die gemeinsame Forschungseinheit der „Praktiken“. Ein solch heterogenes, epochen- und länderübergreifendes Feld von Vortragenden wird selten erreicht auf historischen Tagungen“, erklärt Haasis.


     uol.de/r/praxeologie-tagung 
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