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Musik: Warum das Singen glücklich macht

07.01.2015

Oldenburg „Es scheint, dass wir durch das Singen widerstandsfähiger werden. Singen kann unsere Reserven an positiver Gestimmtheit auffüllen“, sagt Prof. Dr. Gunter Kreutz. Der Oldenburger Musikwissenschaftler beschäftigt sich mit dem Thema „Warum singen glücklich macht“ und hat jetzt ein Buch mit dem gleichen Titel veröffentlicht.

Damit präsentiert Kreutz‘ die erste umfassende Analyse wissenschaftlicher Publikationen, die nicht professionelle Sängerinnen und Sänger in den Mittelpunkt rückt. „Mir geht es darum, das Singen vom Menschen aus zu denken“, erklärt Kreutz. Die aktuelle Musikwissenschaft stelle oftmals eine Partitur, eine bestimmte Gesangstechnik in das Zentrum ihrer Forschung.

Ihn interessiere viel mehr, was das Singen mit dem Wesen des Menschen mache, mit seiner Psyche und seinem Befinden. Um dies in Erfahrung zu bringen, hat der Musikwissenschaftler einschlägige wissenschaftliche Publikationen und Essays ausgewertet und für sein allgemeinverständliches Buch neu geordnet.

Kreutz, seit 2008 Hochschullehrer für Systematische Musik an der Universität Oldenburg, blickt auf ausführliche Forschungen zur Verbindung zwischen Musik und dem menschlichen Wohlbefinden zurück. So untersuchte er die psychophysiologischen Wirkungen des Paartanzens oder das Zusammenspiel von Instrumentalunterricht und kognitiver Entwicklung bei Kindern.

In seinem aktuellen Buch geht er unter anderem der Frage nach, warum wir singen. Er skizziert die Evolution des Singens und erörtert neurowissenschaftliche Befunde und neurologische Prozesse: Was geschieht beim Singen im Gehirn? Wie schaffen wir es, uns Melodien zu merken? Wer kann singen – und falls nicht, warum?

Sein Hauptaugenmerk legt Kreutz auf die gesundheitsfördernden Aspekte des Singens: Musikalische Früherziehung durch Singen kann beispielsweise bei dem Spracherwerb so effektiv sein wie ein Sprachtraining. Auch der Vorbeugung und gar der Behandlung chronischer Lungenerkrankungen kann Singen zuträglich sein. Singen stärkt die Dynamik der Stimme, den Stimmumfang, die Muskulatur sowie den Atemapparat.

Vor allem dem Chorsingen spricht Kreutz einen großen Nutzen für die Gesundheit mit gesellschaftlicher Tragweite zu. „Menschen, die einen Schicksalsschlag erlitten haben, finden in Chören oft nachhaltige Unterstützung“, so Kreutz. Das Singen im Chor stärke die sozialen Kontakte und somit auch die physische und psychische Gesundheit.

Geht es nach dem Musikwissenschaftler, dann müsste die kindliche Lust am Singen viel stärker gefördert werden. Bereits im Kindergarten – wie er in seinem Buch aufzeigt. „Die Erzieherinnen und Erzieher im Kindergarten bekommen in ihrer Ausbildung oftmals nur eine mangelhafte musikalische, und schon gar keine stimmliche Ausbildung“, so der Musikwissenschaftler. Das habe zur Folge, dass in Kindergärten wenig gesungen werde. Ein Trend, der sich auch in der Grundschule fortsetze und den es zu stoppen gelte.


     www.uni-oldenburg.de/musik/gunter-kreutz/ 

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