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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Campus

Wohnen: Wie man Streit in der WG vermeidet

14.12.2016

Streitereien kommen nicht nur in den besten Familien, sondern auch in WGs vor. Besonders leicht kommt es zu Konflikten, wenn man sich seine Mitbewohner nicht aussuchen kann, wie das in Wohnheimen des Studentenwerks der Fall ist. Wilfried Schumann kennt als Leiter des Psychologischen Beratungs-Service von Universität und Studentenwerk Oldenburg solche Probleme und hat einige Tipps zu deren Lösung.

Frage: Was tun, wenn die Mitbewohnerin nie das Bad putzt, der Wohnungsgenosse den Kühlschrank leer futtert oder nachts laut Musik hört?

Schumann: Konflikte und Ärgernisse sollten baldmöglichst angesprochen werden, bevor der Ärger sich aufstaut und die Situation eskaliert. Zusammen wohnen bedeutet immer auch Verständigung über Regeln und Suche nach für alle Seiten tragfähigen Kompromissen. Das ist manchmal anstrengend, zugleich aber auch eine gute Übung für jede spätere Form von Teamwork. Sollten Studierende allerdings bemerken, dass die Unterschiede im Lebensstil und in den Vorstellungen über das gemeinsame Wohnen zu groß sind, sollte man sich nicht endlos quälen, sondern sich zügig trennen.

Frage: Angenommen dieser Fall tritt ein. Ein Studierender zieht aus, weil die Bewohner einer Wohngemeinschaft zu unterschiedlich sind. Was kann er tun, damit es in der neuen WG besser läuft? Schließlich ist der Wohnungsmarkt angespannt und nicht immer ein Einzelappartement verfügbar.

Schumann: Natürlich reicht die Fantasie nicht aus, um jeden möglichen Konflikt vorherzusehen, aber es ist schon sehr hilfreich, sich vor dem Zusammenziehen ausgiebig auszutauschen über die jeweiligen Vorstellungen vom Zusammenwohnen. Und auch die für mich notwendigen Regeln in Hinblick auf Haushaltspflichten einmal ganz konkret zu benennen. Oft gibt es zudem Missverständnisse darüber, ob die WG eine reine Zweckgemeinschaft oder aber eine verschworene Gemeinschaft und Familienersatz sein soll. Schließlich kann es entscheidungsfördernd sein, dass zukünftige Mitbewohner sich gegenseitig zu Hause besuchen, um einen Eindruck zu gewinnen, wie jemand bisher gewohnt hat, denn das ist eine ziemlich aussagekräftige Visitenkarte …

Frage: Gibt es Ihrer Erfahrung nach Kombinationen von Studierenden verschiedener Fächer, die nicht so gut miteinander auskommen? Etwa Studierende der Musik mit angehenden Informatikern.

Schumann: Das ist mir so in Hinblick auf die Fächer nicht bekannt. Aber aus den Wohnheimen wissen wir, dass geografische Herkunft, politische oder religiöse Anschauungen Konfliktpotenzial haben. Zum Beispiel entzündet sich manchmal Streit wegen Essensgerüchen beim Kochen landestypischer Gerichte, die von Studierenden aus anderen Kulturen als unerträglich empfunden werden.

Frage: Einzelappartements bieten da weniger Konfliktpotenzial. Denken Sie, dass dies die bessere Wohnform ist?

Schumann: Nein, ich finde, dass jeder Studierende sich überlegen sollte, was zu ihr oder ihm passt. WGs bieten außer ökonomischen Vorteilen viele Lernchancen. Man kann über den Tellerrand schauen, bekommt Einblick in das Leben der Mitbewohner und erhält natürlich auch Feedback zum eigenen Verhalten. Natürlich können die Beziehungen zu den anderen WG-Mitgliedern auch einmal anstrengend oder konfliktbelastet sein, aber unterm Strich können WGs einem eine Menge Positives bieten: Ich erhalte jede Menge Anregungen, muss mich mit immer wieder neuen Situationen auseinandersetzen und habe Ansprechpartner, wenn mir mal die Decke auf den Kopf fällt.

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