CAPPELN - In der letzten Ratssitzung in Cappeln in diesem Jahr hat FDP-Mann Clemens Poppe mit gleich vier Anträgen für Verwunderung unter den übrigen Ratsmitgliedern gesorgt. Dabei ging es ihnen nicht um die Inhalte, sondern um den Zeitpunkt der Antragsstellung. Sollte doch der Haushaltsplan 2008 nach schon erfolgter Beratung, an der auch Poppe beteiligt war, vor der Jahresabschlussfeier lediglich verabschiedet werden.
Als „Showeinlage“ bezeichnete Josef Moormann (CDU) die Anträge des FDP-Politikers, der für das Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) 5000 Euro, für ein Familienservicebüro 2000 Euro, für die Ganztagsschule 20 000 Euro und für die Planung der 850-JahrFeier der Gemeinde im übernächsten Jahr 10 000 Euro eingeplant haben wollte. So wunderte es niemanden, dass die Anträge abgelehnt wurden.
Bürgermeister Reinhold Grote verwies in dem Zusammenhang auf den Nachtragshaushalt, in dem noch nicht eingestellte Kosten aufgenommen werden könnten. Mit dem Haushalt, der knapp unter neun Millionen Euro liegt, zeigten sich alle zufrieden. Für Investitionen sind knapp 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Die größten Projekte sind der Umbau des Rathauses mit 500 000 Euro, der Straßenbau mit 323 000 Euro und das Erschließen von Baugebieten in Cappeln, Elsten und Schwichteler mit 117 000 Euro. Bei einem Schuldenstand von 471,07 Euro pro Einwohner – 2007 waren es noch 490,14 Euro – freut sich die Gemeinde über eine freie Spitze von 854 000 Euro.
Beim Antrag des Sportvereins Elsten folgten die Ratsherren und -frauen der Empfehlung des Verwaltungsausschusses und befürworteten lediglich den Ballfangzaun hinter dem Tor in Höhe von 6000 Euro. Für weitere Ballfangzäune könnten lediglich Materialkosten von der Gemeinde übernommen werden. Auch die Kosten für die Flutlichtanlage müsse der Verein, wie andere in der Gemeinde auch, selber aufbringen.
Am Anschluss an die Ratssitzung ließ Grote vor dem gemeinsamen Essen mit den Verwaltungsmitarbeitern in der Gaststätte Varelmann das Jahr Revue passieren.
