Cappeln - Wenig Investitionen und keine Kreditaufnahme sowie ein Überschuss im Haushaltsplan. Rundum zufrieden mit den Finanzen zeigten sich die Cappelner Räte bei der Haushaltssitzung Mittwochabend. Das Gremium bestätigte den Etat 2014 ohne Gegenstimme. Viele der Anwesenden lobten ihn sogar.

Auch in diesem Jahr wird es nur eine geringe Zahl größerer Investitionen in der Gemeinde geben. Für die Grundschule sind rund 500  000 Euro geplant, der Regenwasserentwässerungskanal kostet 250  000 Euro.

Bürgermeister Marcus Brinkmann (parteilos), sprach anschließend von sicheren und bodenständigen finanziellen Beschlüssen. Auch für die kommenden Jahre erwarte er einen positiven Haushalt. „Trotzdem müssen wir weiter so arbeiten wie momentan. Wir haben Vorsprung zu einem Großteil der anderen Ortschaften im Kreis.“ Der Überschuss liegt bei 652 000 Euro. Für 2014 hofft Cappeln auf Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 3,1 Millionen Euro.

Kritik gab es an der zu heftigen Kreisumlage. Auch forderten einige Ratsmitglieder, die Kosten für den Ecopark geringer zu halten. Obwohl sich immer mehr Gewerbe ansiedeln würden, müsste Cappeln so viel zahlen wie nie.

Des Weiteren beteiligt sich die Gemeinde an der Erstellung eines kreisweiten Strukturkonzeptes für eine Hochgeschwindigkeits-Breitbandversorgung. Der Rat stimmte bei einer Enthaltung zu.

Für die Aufhebung der Grundsatzvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) gab es das gleiche Votum. Die Gemeinde trug sechs Jahre die Kosten für die Erschließung der Schmutzwassererentsorgung und auch 25 Prozent Baukostenzuschuss. Dadurch gab es eine Grundstückspreiserhöhung.

Christoph Tapke-Jost