SEVELTEN - „Ohne den Verkehrs- und Verschönerungsverein hätten wir nicht diesen Wissensstand und man hätte uns von rechts und links überholt“, bescheinigte Gerhard Fangmann dem VVC-Vorsitzendem Alwin Meyer am Ende der Podiumsdiskussion über die Südtangente. Fangmann wirft der Cloppenburger Politik vor, nicht offen und ehrlich zu informieren.

Um den betroffenen Bürger der Gemeinde Cappeln zum Thema Südtangente Rede und Antwort zu stehen, lud der VVC Bürgermeister Reinhold Grote, die Fraktionsvorsitzende der CDU, Gertrud Borchers, und den Fraktionsvorsitzenden der SPD, Rudolf Arkenau, am Donnerstag zur Podiumsdiskussion nach Sevelten in den Dorfkrug ein. Für die FDP nahm Ratsherr Clemens Poppe teil.

Dabei forderte Meyer die Cappelner Politiker auf, ihren Ratsbeschluss „pro Südtangente“ zu kippen. Die geplante Straße sei mit nichts zu begründen. Noch dazu würden die Landwirte der Gemeinde Cappeln gegenüber den Cloppenburger Anliegern überproportional belastet. „Ein Drittel der Trasse führt über Sevelter Gebiet. Aber 50 Prozent der Unternehmensflurbereinigungsfläche soll von den Landwirten aus Dingel und Sevelten kommen“, sagte der Vorsitzende des VVC. Über dieses Missverhältnis zeigte sich Grote verwundert. An einem Gespräch mit den Bauern sei Cloppenburg gar nicht interessiert, so Meyer. Denn durch das angestrebte Verfahren käme die Stadt so in den Besitz der Flächen. Sie müsse lediglich Ersatzflächen zur Verfügung stellen, die durchaus in Kellerhöhe liegen könnten.

Der Ratsbeschluss vom 16. März 2005, der ein Ja für die Südtangente vorsieht, wenn es eine gütliche Einigung der Stadt Cloppenburg mit den Landwirten gibt und keine Kosten auf Cappeln zukommen, stehe auf tönernen Füßen. „Ich rechne damit, dass die Fraktionen den Beschluss erneut auf die Tagesordnung setzen“, sagte der Bürgermeister.