Hoheging/Kellerhöhe/Bürgermoor - „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“ Mit diesen Worten begrüßte Weibischof Wilfried Theising am Sonntag die Besucher des Festgottesdienstes. Im 101. Jahr der Kirchweihe waren zahlreiche Gläubige aus der Gemeinden und Vertreter aus der Politik zur Feier des 100-jährigen Bestehens der Kirche St. Marien im „Dreiländereck“ erschienen. Gleichzeitig wurde ein neuer Altar konsekriert und das Taufbecken gesegnet.
Dritter Altar in der Kirche
Es sei bereits der dritte Altar, der die Kirche seit Bestehen schmücke, sagte der Weihbischof. Er fand besonderes Lob für die transparente Form des Altars, der auch die Reliquien der Heiligen Ursula, Faustina, Innocentia und Prudentia birgt. Obschon von Armut und dem Ersten Weltkrieg geprägt, hätten die Menschen damals Mut bewiesen und sich für den Bau eines Gotteshauses engagiert.
„Es ist ein starkes Zeichen für uns heute“, verdeutlichte der Weihbischof und appellierte an die Christen, auch in diesen Zeiten nicht pessimistisch zu sein und zuversichtlich durch die Zeit zu gehen. Der Altar sei ein Ort des vertrauten Umgangs mit Gott, hier könne man Gott lebendig erfahren.
„Nicht nur der Kirchenraum hat sich verändert, sondern auch die Institution Kirche hat Veränderungen erfahren“, stellte Theising fest. Christus gehe bei diesen Veränderungen mit und helfe, die Veränderungen zu gestalten. Die Auferweckung Jesu sei die eigentliche Zukunft, und somit könnten Christen nicht in die Hoffnungslosigkeit versinken.
Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley (CDU) überbrachte im Namen des Landtagsabgeordneten Christoph Eilers (CDU), des stellvertretenden Landrats Hermann Schröer und der drei Bürgermeister Michael Fischer (Emstek), Thomas Höffmann (Garrel) und Neidhard Varnhorn (Cloppenburg) Glückwünsche an die Gemeinde. Kirche und Politik hätten je eigene Zuständigkeiten, jedoch sollten beide verzahnt bleiben, meinte Bley. Er erinnerte an die Menschen, die vor 100 Jahren ein Glaubenszeugnis abgegeben haben und bezeichnete die Kirche als geistlichen Mittelpunkt der drei Gemeindeteile.
St.-Marien-Chor singt
Das Festhochamt wurde musikalisch umrahmt vom St.-Marien-Chor Dreiländereck „HoKeBü“ unter der Leitung von Maria Hermes. Bei der Renovierung ist unter den gegebenen räumlichen Bedingungen genau die vom Zweiten Vatikanischen Konzil beabsichtigte Raumsituation erreicht worden.
Der Altar wurde als „heiliger Tisch“ von Theo Dwertmann (Cappeln) konzipiert, wird aber durch die Schließung der Seitenflächen gleichzeitig zu einem Kubus. Der neue Tisch des Herrn steht als „transparenter Altar“ vor dem barocken Hochaltar.
