Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

100 Jahre St. Marien in HoKeBü Mut von damals ein starkes Zeichen für Christen heute

Martin Kessens
Weihbischof Wilfried Theising (l.) segnete den neuen Altar.

Weihbischof Wilfried Theising (l.) segnete den neuen Altar.

Martin Kessens

Hoheging/Kellerhöhe/Bürgermoor - „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“ Mit diesen Worten begrüßte Weibischof Wilfried Theising am Sonntag die Besucher des Festgottesdienstes. Im 101. Jahr der Kirchweihe waren zahlreiche Gläubige aus der Gemeinden und Vertreter aus der Politik zur Feier des 100-jährigen Bestehens der Kirche St. Marien im „Dreiländereck“ erschienen. Gleichzeitig wurde ein neuer Altar konsekriert und das Taufbecken gesegnet.

Dritter Altar in der Kirche

Es sei bereits der dritte Altar, der die Kirche seit Bestehen schmücke, sagte der Weihbischof. Er fand besonderes Lob für die transparente Form des Altars, der auch die Reliquien der Heiligen Ursula, Faustina, Innocentia und Prudentia birgt. Obschon von Armut und dem Ersten Weltkrieg geprägt, hätten die Menschen damals Mut bewiesen und sich für den Bau eines Gotteshauses engagiert.

„Es ist ein starkes Zeichen für uns heute“, verdeutlichte der Weihbischof und appellierte an die Christen, auch in diesen Zeiten nicht pessimistisch zu sein und zuversichtlich durch die Zeit zu gehen. Der Altar sei ein Ort des vertrauten Umgangs mit Gott, hier könne man Gott lebendig erfahren.

„Nicht nur der Kirchenraum hat sich verändert, sondern auch die Institution Kirche hat Veränderungen erfahren“, stellte Theising fest. Christus gehe bei diesen Veränderungen mit und helfe, die Veränderungen zu gestalten. Die Auferweckung Jesu sei die eigentliche Zukunft, und somit könnten Christen nicht in die Hoffnungslosigkeit versinken.

Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley (CDU) überbrachte im Namen des Landtagsabgeordneten Christoph Eilers (CDU), des stellvertretenden Landrats Hermann Schröer und der drei Bürgermeister Michael Fischer (Emstek), Thomas Höffmann (Garrel) und Neidhard Varnhorn (Cloppenburg) Glückwünsche an die Gemeinde. Kirche und Politik hätten je eigene Zuständigkeiten, jedoch sollten beide verzahnt bleiben, meinte Bley. Er erinnerte an die Menschen, die vor 100 Jahren ein Glaubenszeugnis abgegeben haben und bezeichnete die Kirche als geistlichen Mittelpunkt der drei Gemeindeteile.

St.-Marien-Chor singt

Das Festhochamt wurde musikalisch umrahmt vom St.-Marien-Chor Dreiländereck „HoKeBü“ unter der Leitung von Maria Hermes. Bei der Renovierung ist unter den gegebenen räumlichen Bedingungen genau die vom Zweiten Vatikanischen Konzil beabsichtigte Raumsituation erreicht worden.

Der Altar wurde als „heiliger Tisch“ von Theo Dwertmann (Cappeln) konzipiert, wird aber durch die Schließung der Seitenflächen gleichzeitig zu einem Kubus. Der neue Tisch des Herrn steht als „transparenter Altar“ vor dem barocken Hochaltar.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld
Der Bergpark Wilhelmshöhe: Hier befinden sich etliche Sehenswürdigkeiten.

NWZ-REISETIPPS: ABSTECHER NACH ... KASSEL Entspannte Stunden in historischen Parks

Kerstin Schumann
Kassel
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund
Die Polizei sucht nach Zeugen, die einen Unfall in Stedesdorf gesehen haben könnten.

POLIZEI SUCHT NACH ZEUGEN Rollerfahrer fährt Elfjährigen in Stedesdorf an – und fährt einfach weiter

Stedesdorf
Urteil im Prozess um Totschlag in Damme vor dem Landgericht Oldenburg: Eine 39-jährige Frau wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sie hatte im Wahn ihren Ehemann mit einem Schwert getötet.

LANDGERICHT OLDENBURG Ehemann mit Schwert getötet – 39-Jährige aus Damme verurteilt

Thilo Schröder
Damme