Bethen - In gut zwei Monaten soll es soweit sein: Dann zieht die Kindertagesstätte St. Marien Bethen von ihrem alten Domizil an der Pastor-von-Hammel-Straße in den Neubau am Lütke Weg um. Auf 900 Quadratmetern können dann 43 Kindergarten- und 15 Krippenkinder spielen. Eigentlich hätte die neue Kita bereits im Oktober 2021 eröffnet werden sollen.

Doch Corona und der Materialmangel am Bau hätten dem „engen Terminplan“ einen Strich durch die Rechnung gemacht, erklärte Bauamtsleiter Armin Nöh am Montagnachmittag bei einem Ortstermin in Bethen. Die Baukosten belaufen sich auf knapp zwei Millionen Euro.

Damit Alt und Neu verbunden bleiben, haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs 30 Nistkästen entlang des Weges von der alten zur neuen Kita aufgehängt. Die Kästen waren von den Kita-Kindern im Herbst 2021 bei den Kennenlernnachmittagen bemalt und von dem im Oktober 2019 gegründeten Kita-Förderverein zur Verfügung gestellt worden. Die ersten Nistkästen wurden am Montag gemeinsam mit Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Bauamtsleiter Nöh, der Kita-Leiterin Ramona Johannsen und den Förderverein-Vorständen Barbara Carmichael-Eilers und Christine Knoll befestigt.

Da wegen der Corona-Pandemie auch in einigen Wochen wohl keine große Kita-Eröffnung stattfinden kann, habe der Förderverein zumindest eine Aktion von bleibendem Wert ins Leben rufen wollen, so die Förderverein-Vertreterinnen. „Es war uns wichtig, die Kinder, Familien und die Dorfgemeinschaft beim Umzug einzubeziehen“, erklärte Kita-Leiterin Johannsen.

Die neue Kita bietet nicht nur neue Räume, sondern auch neue Chancen: So haben die Kinder beispielsweise die Möglichkeit, mit Wasser und Schaum in Berührung zu kommen. „Die Möglichkeit, spielerisch die Welt zu entdecken, ist für die Entwicklung von Kindern sehr wichtig“, meinte Bürgermeister Varnhorn. Zudem wurden Funktions- und Ausweichräume, ein Kindercafé und ein 3750 Meter großer Außenbereich eingerichtet.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland