Schneiderkrug - Was ist guter Boden? Diese Frage ist laut Lina von Fricken und Frank Pelk von GS agri in Schneiderkrug nicht ganz einfach zu beantworten. „Normalerweise versteht man unter einem guten Boden einen garen Boden. Der zeichnet sich dadurch aus, dass er krümelig und damit wasserbeständig ist, keine Verdichtung hat“, erläutert Pelk. In diesem Boden gibt es ein ausgewogenes Porenverhältnis. „Ergänzend würde ich sagen, dass ein guter Boden auch ein fruchtbarer Boden ist. Eben ein Boden, auf dem viel wächst“, sagt Lina von Fricken. Eine Voraussetzung für guten Boden sei gutes Bodenleben mit Tieren, Bakterien und Pilzen. Da kann der Landwirt eingreifen, indem er den Boden vor Starkregen und zu viel Sonneneinstrahlung schützt. „Das kann zum Beispiel über Pflanzenbau oder Mulchschichten passieren“, sagt Pelk.
Die andere Aufgabe ist aber auch, das Porenvolumen durch Bodenbearbeitung zu beeinflussen. Die Poren haben dann etwas mit Lebensräumen und dem Wasserhaushalt zu tun. „Zusammenfassend lässt sich sagen: Unser Boden ist ein komplexes Hohlraumsystem, bestehend aus Fein-, Mittel- und Grobporen, in dem ganz viele Tiere leben – mit Bakterien und Pilzen. Die Aufgabe des Landwirtes ist es, diesen Lebensraum zu schützen“, erläutert Pelk.
