Cloppenburg - Kinder möglichst frühzeitig an das Fahren mit Helmen auf dem Weg zur Kita, zur Schule oder zum Sport und zurück nach Hause heranzuführen – das ist das Ziel der Elternratsinitiative „Schlaue Köpfe tragen Helm“. Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag im Albert-Schweitzer-Förderzentrum startete der Kreiselternrat die diesjährige Aktion, bei der 900 Helme an die Kinder der Grund- und Förderschulen im Landkreis verlost werden. Die Fahrradhelme werden durch Spendengelder finanziert.
2016 gestartet
An der Förderschule Albert Schweitzer, die sich wie auch weitere über 40 Grund- und Förderschulen des Kreises an der Aktion beteiligte, erhielten nun 15 Kinder einen neuen Helm. 2016 hatte Cloppenburgs damaliger Kreiselternratsvorsitzender Arwid Romey die Helmaktion ins Leben gerufen. Auslöser war der Fahrradunfall eines Schülers, der schwere Hirnquetschungen erlitt. Regelmäßig werden nun mit den Partnern Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und Gemeinde-Unfallversicherungsverband Termine organisiert, um für das Tragen eines Fahrradhelms zu werben. Im Unterricht oder an einem Mobilitätstag wollen sich die beteiligten Schulen mit der Helm-Thematik und dem sicheren Fahren auseinandersetzen. Denn der Kopf zählt zu den meistbetroffenen Körperregionen bei Fahrradunfällen. Ein Schädel-Hirn-Trauma ist dabei die häufigste Verletzungsart bei Schwerverletzten.
80 Prozent
Ein Helm kann 80 Prozent der Kopfverletzungen bei Schwerverletzten verhindern. Polizeikommissarin Marina Gunz demonstrierte den Erstklässlern eindrucksvoll an ihrem Freund Egbert, einem Ei, wie ein Helm schützt. Das Ei, sicher behütet durch einen richtig sitzenden Helm, fiel auf den Boden und blieb heil. Ohne Helm zerbrach es. Gunz nahm den Schülern das Versprechen ab, immer den Helm zu tragen.
Aber auch die Kinder hätten ein Recht auf Achtsamkeit im Straßenverkehr, erinnerte Marianne Wesselmann, Leiterin des Albert-Schweitzer-Förderzentrums, in ihrer Begrüßung der Gäste, unter ihnen Cloppenburgs Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Kreisrätin Anne Tapken und Arwid Romey, Initiator der Aktion. Angela Pauka, Vertreterin des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes, erinnerte daran, dass im ehemaligen Land Oldenburg jährlich 1700 Wegeunfälle mit Schülern passierten.
Kreiselternratsvorsitzende Michaela Paschen dankte den unterschiedlichen Sponsoren für die Unterstützung, die diese wichtige Aktion möglich machten. An der Aktion des Kreiselternrates beteiligten sich im Kreis Cloppenburg 42 Grund- und Förderschulen.
