Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Albertus-Magnus-Gymnasium Friesoythe Altes Handy abgeben – Insekten schützen

Florian Mielke
Freuen sich über die Handy-Sammelaktion am Albertus-Magnus-Gymnasium (von links): Schülerin Luna Al Salti mit ihrem selbst gestalteten Plakat, Lehrerin Farina Bunjes und Konrad Thoben vom Nabu Friesoythe

Freuen sich über die Handy-Sammelaktion am Albertus-Magnus-Gymnasium (von links): Schülerin Luna Al Salti mit ihrem selbst gestalteten Plakat, Lehrerin Farina Bunjes und Konrad Thoben vom Nabu Friesoythe

Florian Mielke

Friesoythe - „Es ist schön zu sehen, dass man durch ganz einfache Sachen im Alltag etwas zum Umweltschutz beitragen kann“, sagt Schülerin Luna Al Salti. „Außerdem ist es ein gutes Gefühl, zu sehen, dass man auch ohne Beschlüsse der Politik etwas erreichen kann.“ Eine dieser „einfachen Sachen“ ist die Handy-Sammelaktion, die im Zuge des Bundesprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) zurzeit am Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) stattfindet.

Plakat und Flyer

Hierfür hat die 17-Jährige in den Winterferien ein Plakat und einen Flyer gestaltet. Wie lange das gedauert hat, kann sie nicht genau sagen. Nur so viel: „Es hat Spaß gemacht und sich nicht wie Arbeit angefühlt. Ich stehe voll hinter der Aktion und bin damit sehr glücklich.“ Auf die Idee mit den Plakaten und Flyern war ihre Lehrerin Farina Bunjes gekommen, die zugleich die BNE-Beauftragte der Schule ist.

„Luna hat das toll gemacht“, sagt Konrad Thoben von der Nabu-Ortsgruppe Friesoythe. Er war mit der Idee, eine Sammelkiste in der Schule aufzustellen, auf das AMG zugekommen. Die Box steht ab sofort im Haupteingangsbereich neben dem Schülerkopierer und ist für Jedermann zugänglich.

Neben alten Handys und Smartphones können auch Tablets, Netzteile, Ladekabel und Headsets eingeworfen werden. Diese werden vom Nabu in eine Sammelstelle der gemeinnützigen Organisation „Arbeit für Menschen mit Behinderung“ gebracht, wo sie geprüft und sortiert werden. Anschließend werden entweder die wertvollen Rohstoffe wie Gold, Kupfer oder seltene Erden aus ihnen herausgeholt oder sie werden repariert, um sie innerhalb Europas zu verkaufen. Hierfür kooperiert der Nabu mit dem Telekommunikationsunternehmen Telefónica, von dem er eine jährliche Spende erhält. Die Höhe hängt vom Erlös aus Recycling und Wiederverwertung ab. Das Geld fließt in den Insektenschutz.

Weitere Partner gesucht

Elf alte Handys und Smartphones hat Farina Bunjes schon bei Kollegen und Nachbarn eingesammelt. Und auch Luna Al Salti war schon in ihrer Nachbarschaft unterwegs, um für die Aktion zu werben. Bevor die Handys in irgendwelchen Schubladen verstauben, könne man sie besser abgeben, sagt sie. Laut Nabu gibt es in deutschen Haushalten mehr als 200 Millionen unbenutzte Geräte.

Konrad Thoben kann sich schon weitere Aktionen mit dem Albertus-Magnus-Gymnasium vorstellen, würde sich aber auch freuen, wenn sich andere Schulen melden würden. Zu erreichen ist er unter der Telefonnummer 04491/7849135 oder per E-Mail an konrad.thoben@gmx.de.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham