Altenoythe - Stift und Block in der Hand, die Kamera um den Hals, die Hemdärmel hochgekrempelt. So kannte man Fritz Kreyenschmidt viele Jahrzehnte lang, wenn er als freier Journalist für die Tageszeitungen und Wochenblätter unterwegs war. Jetzt ist der Altenoyther gestorben. Nach längerer Krankheit schloss er am Sonntag, 20. Juni, im Alter von 72 Jahren für immer seine Augen.

Viele Jahre lang war Fritz Kreyenschmidt, der am 3. März 1949 zur Welt kam, für die Nordwest-Zeitung tätig. Er gehörte zum Team der freien Mitarbeiter. Im Friesoyther Stadtgebiet kümmerte er sich vor allem um die Berichterstattung über die vielen Vereine. Es gab auch kaum ein Schützenfest, über das er nicht berichtet hatte. Bei den Veranstaltungen war er ein gerngesehener Gast. Oft wurde er von den Vereinen auch gleich direkt zu Terminen eingeladen, was von einem großen Vertrauen zeugt.

Tausende Berichte und Fotos hatte er für unserer Zeitung gemacht und war dabei immer ein verlässlicher und treuer Partner. Wenn man ihn anrief und ihn bat, einen Termin zu übernehmen, folgte in den meisten Fällen ein trockenes: „Dat kann ik wohl moaken.“ Er hatte auch immer Sinn für Humor und feine Ironie, und so war ein weiterer prägender Satz und Lebensmotto von ihm: „Ein wenig Spaß muss immer sein.“ In den vergangenen Jahren zog er sich aus gesundheitlichen Gründen als Berichterstatter allerdings immer weiter zurück und hinterließ eine spürbare Lücke.

Da Fritz Kreyenschmidt vor allem in den Abendstunden und am Wochenende viel für die hiesigen Zeitungen unterwegs war, blieb ihm kaum Zeit für eigene Vereinstätigkeiten. Doch da ihm sein Heimatort stets besonders am Herzen lag, war er sehr gerne im Heimatverein Altenoythe aktiv, gehörte zum Redaktionsteam von „Dit und Dat – Ollenaiter Dörpblatt“ und leitete viele Jahre den Chronikausschuss des Vereins.

Der Verstorbene hinterlässt seine Ehefrau Ingrid sowie drei Kinder. Die Beisetzung von Fritz Kreyenschmidt findet am kommenden Montag, 28. Juni, um 15 Uhr auf dem Friedhof in Altenoythe statt.

Carsten Bickschlag
Carsten Bickschlag Redaktion Münsterland (Leitung Cloppenburg/Friesoythe)