Altenoythe/Vechta/Hannover - Die Geschichtsstudentin Laura Menke aus Altenoythe kann sich über Post aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur freuen. Mit drei anderen Studierenden des Fachs Geschichtswissenschaft an der Universität Vechta wird sie mit einem Nachwuchspreis der Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler ausgezeichnet. Das teilte die Universität Vechta mit.
Prof. Dr. Michael Hirschfeld hatte die Studierenden in Hannover für den 2021 erstmals ausgelobten Preis vorgeschlagen. Im Nachgang zu einer Lehrveranstaltung über „Prominente Vertriebene in der Lokalpresse“, bei der Recherchen in den Nachkriegsausgaben der Lokalzeitungen im Zentrum standen, hatte Hirschfeld mit einigen interessierten Seminarteilnehmerinnen ein studentisches Veröffentlichungsprojekt angestoßen. Dabei hatten sich Laura Menke und ihre Kommilitonin Gina Kujawa mit dem politischen und kulturellen Engagement des Lohner Künstlers Joseph Andreas Pausewang nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt. Die Vechtaer Studentinnen Mandy Brandt und Nadine Rüdiger, die ebenfalls zu den Preisträgerinnen gehören, widmeten sich dem Vertriebenen-Politiker Walter Leopold beziehungsweise dem Historiker und Leiter der heutigen Uni-Bibliothek Wilhelm Hanisch.
„Die Studentinnen haben erstmals Erfahrungen mit dem Publizieren wissenschaftlicher Texte sammeln können und bekommen durch den Preis die entsprechende Anerkennung“, sagt Prof. Hirschfeld, der momentan an der Veröffentlichung der ausgezeichneten und weiterer Beiträge arbeitet. Pandemiebedingt musste der Festakt zur Übergabe der Preise und Urkunden verschoben werden. Er soll nun am 12. Mai 2022 im Alten Rathaus in Hannover stattfinden. Und bis dahin, so hofft Hirschfeld, soll auch das geplante Buch fertig sein.
