Die Stärke ist 2016 erneut gesunken, da eines der jüngsten Mitglieder, der frühere Stadtbrandmeister Werner Tabeling, verstorben ist. Das hat Hans Stör, stellvertretender Vorsitzender der Feuerwehr-Senioren, für den erkrankten Präsidenten Klaus Imsiecke bei der Generalversammlung der Unterabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Cloppenburg mitgeteilt.
Mit Sorge blickte Stör in die Zukunft: „Kommt das Gesetz durch, dass Feuerwehrleute aktiv bis zum 67. Lebensjahr ihren freiwilligen Dienst machen dürfen, dann haben wir auf Jahre keinen Senioren-Nachwuchs mehr, und den benötigen wir dringendst“. Die Altersabteilung hat 40 Mitglieder: 16 Männer, 24 Frauen. Schon heute könne der Vorstand das Jahr ohne die Frauen nicht so gestalten, wie man es gewohnt sei.
Mit Blick auf die Veranstaltungen 2016 stellte der Vorstand fest, dass das Kernproblem das fortschreitende Alter der Mitglieder sei. „Wir bemühen uns, dass unsere Ausflüge so wenig wie möglich anstrengend sind, so dass sich jeder beteiligen kann.“ Aus finanziellen Gründen werden die Veranstaltungen nicht scheitern, auch wenn 2016 ein leichtes Minus in der Seniorenkasse zu verzeichnen war. „Wir wollen den Mitgliedern ein abwechslungsreiches Programm bieten. Da gehen wir auch an die Reserven.“
Zum Schluss der Versammlung wurde der Vorstand einstimmig bestätigt. Präsident Klaus Imsiecke und Kassenwart Hans Stör werden auch in Zukunft von ihren Ehefrauen bei der Leitung der Senioren-Riege unterstützt.
Einen dreitägigen Workshop unter dem Motto „Map the Gap“ haben Mitglieder des Jugendparlaments Cloppenburg besucht. Veranstalter waren der Landesjugendring Niedersachsen, das Zentrum für Demokratische Bildung aus Hannover sowie die Stadt Cloppenburg. Bei dem Treffen ging es um „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ (GMF), die im Rahmen einer Spiele-App in das Bewusstsein der Menschen, besonders Jugendlicher, Einfluss nehmen sollte. GMF umfasst Gebiete wie die Flüchtlingssituation, Antisemitismus oder die Abwertung von Homosexuellen.
Während der erste Tag der theoretischen Einführung diente, folgte an Tag zwei die Suche von öffentlichen Orten in Cloppenburg sowie deren Einbindung in das Thema GMF. Dazu wanderten die Jugendparlamentarier mit iPads durch die Stadt und fotografierten Orte wie das Soestebad, das Schwedenheim, das CAG, den Jüdischem Friedhof oder die Rote Schule und den Skaterpark. Anschließend folgte im Rathaus eine Recherche zu den jeweiligen Orten und ihre Bedeutung.
Die Orte wurden zu einem „Bound“, also der Spielstrecke verknüpft und in der App mit Informationstexten, Fotos und Aufgaben zum Spielen oder Lösen versehen. Am Sonntag wurde der 80 bis 100 Minuten dauernde „Bound“, der sich etwas an dem Outdoor-Spielkonzept von „Pokemon Go“ orientiert, gespielt. Die Teilnehmer behoben technische Fehler und stellten den „Bound“ fertig. Die App „Actionbound“, in der die Cloppenburg-Tour voraussichtlich noch vor dem Sommer online geht, gibt es kostenlos im Apple AppStore und Google PlayStore.
Nach eigenen Angaben einen „historischen Mitgliederrekord“ konnten die Jusos im Landkreis Cloppenburg im zehnten Jahr ihres Bestehens seit der Neugründung vermelden. „Wir haben seit Ende Januar erstmals 80 Mitglieder. Diese Zahl ist in der Geschichte der heimischen Jusos einmalig“, erklärte der Kreisvorsitzende Sebastian Hüstege im Cloppenburger Hotel Taphorn.
Der stellvertretende Vorsitzende Jan Oskar Höffmann erinnerte an die Anfänge der Juso-Neugründung 2007. „Heute sind wir die aktivste, kritischste und mit Abstand unterhaltsamste Parteijugend im Landkreis. Das war eine steile Entwicklung nach oben“, freute sich Höffmann, der die Jusos mit Kristina Pfaff und Christian Albers vor zehn Jahren neu gegründet hatte. Man müsse sich in Zukunft „neue Räumlichkeiten“ suchen, da das traditionelle Jagdzimmer des Hotel Taphorn nicht mehr ausreiche und einige Mitglieder bereits auf den Fluren Platz nehmen müssten. „Wir platzen aus allen Nähten“, stellt Hüstege zufrieden fest.
