Monatelang hatten sich 15 Schülerinnen der 10. Klassen der Realschule Saterland auf die Prüfung an der Volkshochschule Leer zur Abnahme der Englisch-Sprachprüfung vorbereitet. Jetzt überreichte die Fachbereichsleiterin der VHS, Hrund Eysteinsdottir, nach der schriftlichen und mündlichen Prüfung die Zertifikate. Alle Schülerinnen erhielten das „TelC“-Zertifikat auf dem mittleren Niveau B1. „Telc“ steht für „The European Language Certificates“. Diese Sprachenprüfungen werden auf der Grundlage des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens entwickelt, der vom Europarat herausgegeben wurde.

Die Schülerinnen wurden während der zurückliegenden Monate des laufenden Schuljahres wöchentlich in einem zweistündigen Nachmittagskursus durch Lehrkräfte des Schulzentrums Saterland auf die Prüfung vorbereitet. Auch im kommenden Schuljahr wird im Schulzentrum Saterland im Rahmen des Nachmittagsunterrichts wieder ein Vorbereitungskurs für die „TelC“-Prüfung angeboten.

Die Lehrer J ohanna Schulte und Helmut Tellmann von der Marienschule Strücklingen sowie Peter Ziegeler vom Schulzentrum Saterland sowie Polizeihauptkommissar Harald Nienaber und Oberkommissar Achim Wach von der Polizeiinspektion Cloppenburg Vechta, haben jetzt an einem viertägigen Arbeitstreffen im  Rahmen des Projektes „Prävention von Anfang an“ im polnischen Sroda Slaska teilgenommen. Bei dem Projekt handelt es sich um eines von insgesamt dreißig „Comenius-Regio-Projekten“, die derzeit in Deutschland durchgeführt und von der Europäischen Union gefördert werden. Die Gemeinden Saterland und Sroda Slaska (Polen) riefen es 2011 ins Leben, um gemeinsam Wege zu finden, wie Kinder vom Kindergarten bis zum Schulabschluss besser auf die Gefahren vorbereitet werden können, die ihnen früher oder später begegnen werden. Dazu gehören Erfahrungen von Gewalt, der Umgang mit legalen und illegalen Drogen sowie mit den modernen elektronischen Medien, Gefahren im Straßenverkehr und vieles mehr. Das deutsch-polnische Projekt ist der Versuch, Akteure innerhalb einer Region zu vernetzen und ihre Maßnahmen zum Schutz der Kinder so aufeinander abzustimmen, dass sie wirkungsvoller und nachhaltiger sind.

Nun geht dieses zweijährige Projekt in seine letzte Phase, in der es gilt, sich über das Erreichte auszutauschen, Ergebnisse zusammenzufassen und Berichte zu schreiben. Diesem Zweck diente das Arbeitstreffen der vergangenen Woche in erster Linie. Die fünf deutschen Teilnehmer wurden von ihren Kollegen und Projektpartnern gewohnt herzlich empfangen und erhielten interessante Einblicke in die Präventionsarbeit auf polnischer Seite. So besuchten sie z.B. ein Polizei- und Feuerwehrfest im Kindergarten, wurden durch die zentrale Rettungsleitstelle der Stadt Wroclaw (Breslau) geführt und trafen Vertreter des Jugendstadtrates von Sroda Slaska.

Besonders eindrucksvoll und zugleich beklemmend war ein kurzer Einblick in den Gefängnisalltag der Haftanstalt von Wolow. Nach fünf Tagen intensiver Zusammenarbeit in freundschaftlicher Atmosphäre verabschiedeten sich die Gäste aus dem Landkreis Cloppenburg mit vielen guten Ergebnissen und ebenso vielen noch zu lösenden Aufgaben im Handgepäck.