„Ansiedlung eines Krematoriums in Scharrel“

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Wieder einmal ist man im Saterland gegen ein neues Vorhaben und es stellt sich die Frage, ist es aus Prinzip oder weil Bürgermeister Thomas Otto dafür ist? Oder aber haben die Mitglieder des Verbandes für Gedenkkultur Angst um schwindende Umsätze? Auch ein Urnengrab kann schön geschmückt werden, mit einem kleinen Gedenkstein versehen werden.

Ich persönlich finde nicht, dass die Investoren von Krematorien so langsam aus der Zeit fallen. Es ist bekannt, dass der Trend zu Feuerbestattungen zunimmt, die vorhandenen Krematorien überlastet sind und die Überführung eines Verstorbenen zum Beispiel vom Saterland nach Oldenburg nicht um die Ecke ist.

Wenn ein am 25. Dezember Verstorbener erst am 16. Januar eingeäschert werden kann, zeigt es sich, dass die bestehenden Krematorien überlastet sind. Es gibt viele Gründe, warum sich Menschen für diese Art der Bestattung entscheiden und man sollte dies respektieren. Es sollte jedem selbst überlassen sein, wie und wo er seine Ruhestätte findet.

Es wäre vielleicht auch eine Überlegung wert, ob man beim Tierheim Sedelsberg ein Tierkrematorium mit Tierfriedhof anlegen sollte, so wie es dies auch in anderen Gemeinden schon gibt. Die Tiere (ich spreche von Hunden, Katzen und sonstigen Kleintieren), die für viele Menschen zur Familie gehören, müssten nach ihrem Ableben nicht in die Tiermehlfabrik verbracht, im hauseigenen Garten vergraben oder, wenn dieser nicht vorhanden ist, irgendwo verscharrt werden. Außerdem wäre es für das Tierheim eine lukrative Einnahmequelle, da dort jede finanzielle Unterstützung benötigt wird.

Sieglinde Beier Westoverledingen