Kampe - Die Laiendarsteller der „Spölköppel ut Kampe“ betreten im März wieder die Bühne. In ihrem plattdeutschen Stück „Schüttenbeer in Dinkelhuesen“ in drei Akten geht es unter anderem um die Emanzipation der Frau. Bei den Proben geht es jetzt in die Endphase. Und die Bühnenbauer haben wieder ein wunderbares Bühnenbild im Sportlerheim des SV Kampe/Kamperfehn gezaubert.
Eine Woche vor dem traditionellen Schützenfest in Dinkelhuesen trifft sich der Vorstand im Clubraum der Schützenklause bei Vereinswirtin Lotti (Brigitte Meyer) zur Vorbereitung der Feierlichkeiten. Präsident Willi Zastermann (Dierk Ortmann) glaubt, alles im Griff zu haben. Doch da taucht der neue Gemeindepastor Engel (Günter Meyer) auf, um dem Vorstand mitzuteilen, dass er zukünftig bei Beerdigungen von Schützenbrüdern das traditionelle Trompetenspiel auf dem Friedhof nicht mehr dulden will. Für den Vorstand ist dies ein Angriff auf eine alte Tradition der Gemeinde. Das kann man natürlich so nicht hinnehmen.
Einfach zu viel
Aber nicht genug damit, denn nun verlangt auch die Leiterin der Damenschießgruppe, Silvia Schuhmacher (Kerstin Ackermann), dass die Frauen mit auf den Königsadlerschießen dürfen. Das ist für Präsident Zastermann einfach zu viel und er überlegt mit seinem treu ergebenen Schießmeister Kalle Kreuzer (Ludger „Fatti“ Kohake) und Kassenwart Bruno Bräsig (Alois Beckmann), wie man diesen Traditionsbruch noch verhindern kann. Die Frauen hingegen fahren schweres Geschütz auf, denn sie drohen bei Nichterfüllung ihrer Forderung mit einem totalen Boykott des Schützenfestes.
Die Frau des Vorsitzenden, Hilde Zastermann (Petra Tamling), droht stimmgewaltig wie auch die anderen Schützinnen mit der Blockade des Schützenfestes. Als dann noch Markus Schmidt (Lukas Beckmann) vom Bauamt erscheint und den neuen Schießstand wegen baulicher Mängel schließen lassen will, ist Willis Laune endgültig im Eimer. Kirchenvorstand Otto Kröger (Jan Benkens) steht auf der Seite des Pfarrers. Nur Vereinswirtin Lotti, die mal wieder an der Tür gelauscht und alles falsch verstanden hat, schafft reichlich Verwirrung, da sie überall herumerzählt, der neue Pfarrer habe angeordnet, dass alle Schützenmitglieder verbrannt werden müssten.
Viele Ungereimtheiten
Aushilfskellnerin Elke Zastermann (Laura Tamling) sowie Erna Hasemann (Manuela Block) sorgen für weitere Höhepunkte in dem an Turbulenzen, Missverständnissen und Dramatik reichen Stück. Mit von der Partie ist auch Silvia Bauer, die bei den Aufführungen – sollte es nötig sein – das weiterhelfende Stichwort geben kann. Für die Tontechnik sorgt Ewald Schmidt. Wie die vielen Ungereimtheiten in dem Stück ausgehen, wird man sehen.
Die Aufführungstermine: Samstag, 4. März 19.30 Uhr, Sonntag, 5. März, 11 Uhr, mit Frühschoppen, Freitag, 10. März, Samstag, 11. März, mit After Show-Party und 18. März, jeweils um 19.30 Uhr, Sonntag, 19. März , 15 Uhr, mit Kaffee und Kuchen, Samstag, 25. März, um 19.30 Uhr mit After-Show-Party und Sonntag, 26. März, um 15 Uhr wieder mit Kaffee und Kuchen.
Bei der Aufführung am 5. März mit Frühschoppen, erwartet die Besucher 100 Liter Freibier. Anlass ist das fünfte Theaterstück der Gruppe.
