Cloppenburg - Aus der „Initiative Inselviertel“ ist nun ein Verein geworden. Er trägt den Namen „Verein zum Erhalt gewachsener Wohn- und Siedlungsstrukturen in Cloppenburg“. Auf der Gründungsversammlung am Freitag im Pfarrheim Augustinus wurden neun Einzelpersonen und 15 Familien Mitglieder, deren erste Handlung die Wahl des Vorstandes war. Einstimmig wurden unter der Leitung des Wahlleiters Dr. Rudolf Behnes als Vorsitzender Dr. Ludger Heuer, als 1. Stellvertreter Prof. Bernhard Wesenick, als 2. Stellvertreter Olaf Clausen, als Schriftführerin Gabriele Aumüller, als Kassiererin Martina Freude, als Beisitzer Bernhard Diekmann und als Beisitzerin Dorothea Abeln gewählt.
Beginn Anwohnerprotest
Versammlungsleiter Wesenick ging zu Beginn auf die Historie der Initiative ein und berichtete von einem Anwohnerprotest im Frühjahr 2021 gegen zwei überdimensionierte Bauvorhaben an der Juiststraße. 600 Unterschriften habe die Initiative gesammelt, um damit gegen die immer größer werdenden Bauprojekte im Inselviertel zu protestieren, sagte Wesenick. Nach der Bürgermeisterwahl sei die Initiative zu Gesprächen eingeladen und in die Bauplanung mit eingebunden worden. Heuer lobte den inzwischen kooperativen Stil zwischen der Stadt und der Initiative.
Zweck des neu gegründeten Vereins ist die Förderung des Umweltschutzes und der Landschaftspflege sowie die Erhaltung bestehender Siedlungsstrukturen im Cloppenburger Stadtgebiet. Die Satzung wurde nach Verlesen einstimmig angenommen, ebenso stimmten die Vereinsmitglieder zu, das neue Bündnis als „e.V.“ in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Auch die Mitgliedsbeiträge in Höhe von 36 Euro für Einzelpersonen und 50 Euro für Familien sowie ein verminderter Mitgliedsbeitrag in Höhe von zehn Euro für Studierende, Auszubildende und Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen ließen die Mitglieder einstimmig passieren. Das Mindestalter der Mitgliedschaft wurde auf 18 Jahre festgelegt.
Kontakt zu Investoren
Der neue Vorsitzende berichtete von einer Kontaktaufnahme mit einem Investor, der seine Pläne der Initiative vorgestellt habe. Er teilte mit, dass ein anderer Investor aufgrund der Veränderungssperre im Gebiet „Aslage“ (u.a. Inselviertel) sein Großprojekt wieder aufgegeben habe. „Ich werte dieses als positive Entwicklung“, sagte Heuer, der einen Schulterschluss mit Bewohnerinnen und Bewohner anderer Wohngebiete anstrebt.
