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Aus dem Elisabethfehnkanal gezogen Garreler rettet 80-Jährigem aus Harkebrügge das Leben

Hans Passmann
Heinrich Werner (rechts) überreichte seinem Lebensretter Marcel Wachtendorf als Dank ein Präsent.

Heinrich Werner (rechts) überreichte seinem Lebensretter Marcel Wachtendorf als Dank ein Präsent.

Hans Passmann

Harkebrügge/Garrel - Heinrich Werner aus Harkebrügge geht es wieder gut, vor etwa zwei Monaten kämpfte er noch um sein Leben. Am Sonntag, 23. April, war er in akute Lebensgefahr geraten: Der 80-Jährige war gegen 11.25 Uhr auf der Schleusenstraße in Reekenfeld mit seinem Kleinwagen unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam und in den Elisabethfehnkanal fuhr.

Garreler eilt zur Hilfe

Aus dem sinkenden Auto hat ihn Marcel Wachtendorf gerettet. Er kam mit seiner Ehefrau Sarah zufällig vorbei. Das Paar war auf dem Heimweg nach Garrel. Mit seinem beherzten Eingreifen rettete der Garreler Werner aus dem Auto. „Ich hatte eine Spazierfahrt gemacht und war auf dem Weg nach Hause. Wie ich mit dem Auto in den Elisabethfehnkanal gekommen bin, weiß ich nicht“, sagt Werner.

Nun traf Heinrich Werner seinen Lebensretter. Der 31-jährige Marcel Wachtendorf erzählte von den Ereignissen aus seiner Perspektive: „Ich sah, wie zwei Radfahrer neugierig auf den Kanal schauten. Dann sah auch ich, dass ein Auto im Kanal lag. Meine Frau sah noch einen Mann am Steuer sitzen.“ Schnell sei ihm klar gewesen, dass er helfen müsse. „Ich hatte keine Zeit zum Nachdenken, habe meine Klamotten ausgezogen und bin dann einfach ins Wasser gesprungen“, erinnert sich der Lebensretter.

Dann sei er zum Auto geschwommen und habe durch das geöffnete Fenster die Tür des Autos geöffnet. Den Sicherheitsgurt hatte Werner bereits gelöst. Es war höchste Zeit für die Rettung, denn nur der Kopf von Werner habe noch aus dem Wasser geragt. Wachtendorf zog Werner aus dem Auto und half ihm bis ans Ufer.

Nur leichte Verletzungen

Zur gleichen Zeit hatte Sarah Wachtendorf bereits per Handy einen Notruf abgeschickt. Wenig später trafen Polizei und Krankenwagen ein. Werner hatte leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Mittlerweile hatten auch die Schwiegereltern von Wachtendorf das Szenario mitbekommen und waren mit Decken herbeigeeilt. „Ein paar Tage nach dem Ereignis kamen bei mir immer die Gedanken auf, was wäre gewesen wenn“, sagt Wachtendorf. Heinrich Werner reichte Marcel Wachtendorf die Hand und bedankte sich mit einem Präsent: „Das ist jetzt mein zweiter Geburtstag.“

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