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Ausbildungsverbund zwischen Barßel, Apen, Wiesmoor und Großefehn Gemeinsam auf vier Wellen zum Erfolg

Sie freuen sich auf den gemeinsamen Ausbildungsverbund (von links): Sven Lübbers (Bürgermeister Wiesmoor), Nils Anhuth (Bürgermeister Barßel), Peter Rosendahl (Fachbereichsleiter Bauen, Sport, Kultur und Verkehr Apen) und Jens Erdwiens (Fachbereichsleiter Zentraler Service Großefehn).

Sie freuen sich auf den gemeinsamen Ausbildungsverbund (von links): Sven Lübbers (Bürgermeister Wiesmoor), Nils Anhuth (Bürgermeister Barßel), Peter Rosendahl (Fachbereichsleiter Bauen, Sport, Kultur und Verkehr Apen) und Jens Erdwiens (Fachbereichsleiter Zentraler Service Großefehn).

Heiner Elsen

Barßel/Apen/Wiesmoor/Großefehn - Vier Bäder, vier Kommunen und eine Ausbildung – das ist für die Gemeinden Barßel, Apen und Großefehn sowie die Stadt Wiesmoor ein Zukunftsmodell. Am Donnerstagmorgen haben die Vertreter alle vier Kommunen eine Kooperationsvereinbarung im Barßeler Hafen-Bad unterzeichnet mit dem Zweck, einen gemeinsamen Verbund für die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe zu gründen. Der Name des neuen Projekts lautet „Wellenreiter“.

Leader-Region Fehngebiet

Die Leader-Region Fehngebiet setzt sich aus zehn Gemeinden aus vier Landkreisen zusammen. Zum Gebiet gehören die Kommunen Barßel (Landkreis Cloppenburg), Apen (Landkreis Ammerland), Uplengen, Jümme, Hesel, Ostrhauderfehn, Rhauderfehn (Landkreis Leer) sowie Ihlow (nur vier Ortsteile), Großefehn und Wiesmoor (Landkreis Aurich).

Die Moorgebiete und die Moorkultivierung mit den typischen Fehnkanälen haben das gesamte Fehngebiet nachhaltig geformt und geprägt. Besonders charakteristisch für das Fehngebiet sind die Fehnsiedlungen entlang der Kanäle und Gräben, die teilweise schiffbar sind.

Leader ist ein seit 1991 bestehendes Förderprogramm der Europäischen Union, das darauf abzielt, durch innovative und nachhaltige Projekte die ländlichen Räume Europas in ihrer eigenständigen Entwicklung zu stärken. Sprachlich verbirgt sich hinter der Abkürzung LEADER das französische „Liaison entre actions de développement de économie rurale“, deutsch die „Verbindung zwischen Aktivitäten zur Entwicklung der Wirtschaft auf dem Lande“.

Mehr Abwechslung

„Wir sind uns bei diesem Projekt alle einig, dass wir so die Ausbildung für junge Menschen attraktiver und abwechslungsreicher gestalten können“, sagt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos). Die Ausbildung, die auf drei Jahre angesetzt ist und am 1. August dieses Jahres beginnt, soll so in allen vier Kommunen stattfinden. Darunter sind mit dem Freibad Hengstforde, dem Freibad Holtrop, dem Hallenbad in Wiesmoor und dem Hafen-Bad in Barßel jeweils zwei Standorte für den Innen- und Außenbereich vorhanden. „So kann der Auszubildende bei uns auch die Arbeit in einem Freibad kennenlernen, die saisonabhängig ist und oft ganz andere Herausforderungen mit sich bringt, als die Arbeit im Hallenbad“, sagt Peter Rosendahl, der bei der Gemeinde Apen Fachbereichsleiter Bauen, Sport, Kultur und Verkehr ist. Unterstützt werden die Kommunen dabei mit einer Förderung von der Leader-Region „Fehngebiet“, der sie angehören (siehe Infobox).

„Wir haben uns auch unter der Prämisse zusammengetan, da es sich allesamt um kleine Bäder handelt. Die ehemaligen Azubis, die wir eingestellt haben, kamen oft aus großen Bädern, wo es eigentlich fast zu 90 Prozent um Aufsicht am Beckenrand ging“, so Anhuth. Laut allen vier Kommunen braucht man als Fachangestellter in ihren Bädern aber auch technisches Know-How. „Handwerkliches Geschick ist dabei durchaus von Vorteil“, sagt Sven Lübbers (parteilos), Bürgermeister der Stadt Wiesmoor.

In vier Bädern tätig

Der neue Auszubildende oder die neue Auszubildende wird zwar offiziell bei der Gemeinde Barßel angestellt, ist aber im Laufe der Jahre in allen vier Bädern tätig. „Wir hoffen, dass wir damit die Stärken der Region nutzen können und zwischen den Landkreisen auch das Netzwerk weiter vergrößern“, sagt Jens Erdwiens, Fachbereichsleiter Zentraler Service bei der Gemeinde Großefehn. Gestartet wird in diesem Jahr erstmal mit einer Ausbildungsstelle, doch es könnten in den nächsten Jahren weitere Folgen. „Wir wollen jetzt erstmal schauen, wie das Projekt anläuft“, sagt Anhuth.

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Um die Ausbildung auch geeignet zu bewerben wurde Katja Pagel von der Agentur „Biceps“ beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erstellen. So ist der Wellenreiter bereits bei Facebook und Instagram zu finden. Ferner gibt es für den Ausbildungsverbund eine eigene Website: wellenreiter-azubi.de. „Der Name soll die Zusammenarbeit der vier Kommunen darstellen. Man hüpft quasi von Welle zu Welle durch die verschiedenen Ausbildungsstationen“, so Pagel.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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