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Vom Klavier und seiner Eleganz

Hans Passmann

Barßel/Hamburg - Geschmeidigkeit und Eleganz. Zwei Worte, die für Alexandra Sostmann ganz wichtig sind – für ihre Finger. Sie sind ihr höchstes Gut, denn sie ist klassisch ausgebildete Konzertpianistin und gehört mittlerweile zum erlesenen Kreis der Musiker, die in ihren Programmen eine außergewöhnlich große stilistische Bandbreite präsentieren und dabei den Bogen von der Barockzeit bis zur Moderne spannen. Seit mittlerweile sechs Jahren lebt die gebürtige Barßelerin in Hamburg, nachdem sie viele Jahre in London Köln und Frankfurt gelebt hat.

Heimat im Herzen

Auf all ihren Reisen und Lebensstationen hat sich ihre Heimat nie vergessen. „Obwohl es schon lange her ist, dass ich aus Barßel weggezogen bin, habe ich es immer im Herzen behalten“, sagt die 50-jährige. Kontakt pflegt sie immer noch mit Schulfreundinnen aus Barßel und Harkebrügge sowie zum besten Freund ihres bereits verstorbenen Vaters Hans Siemer aus Oldenburg. Umso mehr ist Sostmann erfreut, dass sie in ihrem Geburtsort im November ein klassisches Konzert geben wird. Vorausgesetzt die Corona–Pandemie macht diesem musikalischen Vorhaben keinen Strich durch die Rechnung. „Das ist für mich eine besondere Anfrage und ich freue mich sehr auf das Konzert“, sagt Sostmann.

In Barßel aufgewachsen

Viele Barßeler dürften sie noch aus ihrer Jugendzeit kennen und sich auf das bevorstehende Konzert freuen. „Ich habe schon mehrere Anrufe aus Barßel wegen meines dortigen Konzerts erhalten“, sagt die Pianistin. Gut im Gedächtnis ist der Ententeich mit dem Lauftreff, die Deiche, das Wasser, die Mühle und vieles mehr. Geboren am 3. Oktober 1970 in Barßel wuchs die Musikerin mit zwei Geschwistern in einem sehr musikalischen Haus auf. Ihre mittlerweile verstorbenen Eltern waren Sparkassendirektor Heinz Sostmann und seine Ehefrau Maria, die später nach der Pensionierung des Bankers von Barßel nach Löningen zogen. Sie förderten das Talent ihrer Tochter Alexandra von klein auf an. „Meinen ersten Klavierunterricht hatte ich mit sechs Jahren bei meiner Schwester Andrea und mit sieben Jahren folgte dann der Klavierunterricht an der Kreismusikschule Cloppenburg“, erzählt die Pianistin.

Viele Stationen

Es folgten dann Internatsjahre, ein Klavierstudium in Hamburg, Salzburg, Paris und London. Noch während ihrer Studienzeit gewann sie den ersten Preis beim internationalen Kammermusikwettbewerb Caltanissetta. Weitere Auszeichnungen folgten. „Mit dem Klavier fühlte ich mich immer zu Hause und finde es sehr elegant. Ich liebe auch die Geige, aber das Klavier war und ist mir näher“, erzählt die Wahlhamburgerin. Sie konzertiert als Solistin und Kammermusikerin auf berühmten deutschen Bühnen, wie im Konzerthaus Berlin oder der Dresdner Frauenkirche, ist aber ebenso auf internationalen Parkett in Rom Wien, Zürich, London, Paris oder Amsterdam bekannt.

2014 erschien ihr Solo-Album „Bach & Contemporary Music“. Im Herbst 2017 kam die zweite Solo-CD auf den Markt. In diesem widmet Sostmann sich Johann Sebastian Bach und Frèdèric Chopin und eröffnet einen faszinierenden Blick auf die künstlerische Verwandtschaft dieser auf den ersten Blick so unterschiedlichen Komponisten.

Drittes Soloalbum

Nun bringt die gebürtige Barßelerin am 5. Juni ihr drittes Solo-Album mit dem Titel „Bach, Byrd, Gibons and Contemporary Music“ auf den Markt. „Wie in meiner ersten Solo-Einspielung kombiniere ich erneut alte Musik mit zeitgenössischen Komponisten“, sagt Sostmann. Es sei eine musikalische Reise, die bis ins Cambridge der Renaissance führt. Die Klassik wird für Sostmann nicht langweilig. „Ich liebe Klassik“, sagt sie. Sie würde nur gerne wieder mehr Konzerte spielen – das verhindert die Corona-Krise auch.

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