Barßel - Es sollte eigentlich eine einmalige Sache werden – ein Schulstart an einer weiterführenden Schule unter Corona-Bedingungen. Doch nicht nur die neuen Schülerinnen und Schüler für das Schuljahr 2020/2021, sondern auch der neue Fünfer–Jahrgang für das Schuljahr 2021/2022 an der IGS Barßel musste jetzt mit Maske und Abstand in die Schule kommen. Die im letzten Jahr noch als Ausnahmesituation wahrgenommene Corona-Pandemie wird langsam auch an der Barßeler Gesamtschule zum Alltag.
Relative Normalität
Doch wie ist es in den vergangenen Monaten nach dem Schulstart an der IGS gelaufen? Bis auf Abstand, Maske, Hygieneregeln und strikte Jahrgangstrennung lief es eigentlich recht normal. „Wir müssen unsere Schülerinnen und Schüler sehr loben. Sie haben sich sehr gut mit der Situation abgefunden und beschweren sich fast gar nicht“, sagt Lehrerin Cathrin Groß. In den ersten drei Tagen wurden die Klassenräume eingerichtet, die neuen Schulbücher in Empfang genommen, das Schulgebäude erkundet und herausgefunden, wer mittags in welchen Bus steigen muss – typischer Schulalltag eigentlich. Doch neben dem typischen Unterricht wurde den neuen Fünftklässlern an der Schule viel geboten, um sich auch untereinander kennenzulernen. Es fand eine Rallye durch Barßel satt, in der Verkehrserziehung lernten die Kinder wichtige Fähigkeiten für den sicheren Schulweg mit dem Rad, Schwimmkurse wurden angeboten und in zahlreichen AGs konnten die Schülerinnen und Schüler besonders im kreativen Bereich ihre Talente vertiefen.
Im Jahrgang 9 der IGS Barßel fand kürzlich ein Schulpraktikum statt. Für die Schülerinnen und Schüler war dies ein wichtiger Beitrag zur Findungsphase während ihres Schulalltags. Unter anderem waren die Jugendlichen beim Tierarzt, beim Frisör oder bei einer Floristin im Einsatz.
In einer Ausstellung konnten die einzelnen Schülerinnen und Schüler jetzt ihre Ergebnisse aus dem Praktikum und ihre Betriebe vorstellen. Die angefertigten Plakate wurden im Anschluss dann auch bewertet.
Ebenfalls zeigte die IGS ihren neuen Schülerinnen und Schülern, was es heißt eine „sportfreundliche Schule“ zu sein. In Zusammenarbeit mit dem „Spielefanten“ konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit beim Kistenstapeln testen. Gleichzeitig wurden mehrere Sport-AGs ins Leben gerufen, wie zum Beispiel Tischtennis, Tennis oder Fahren mit dem Waveboard. „Nun hat der Schulalltag Einzug gehalten, die Klassensprecherinnen und Klassensprecher sind gewählt, die Arbeit in den teils noch neuen Fächern hat begonnen. Auch die ersten Arbeiten sind schon geschrieben worden“, sagte Lehrerin Ulrike Ude vom Jahrgangsteam 5.
Wieder die „Kleinen“
Natürlich fehlen den Neuzugängen noch ihre Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule – auch der Schulhund wird vermisst. „An die große Schule, in der die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen wieder die ,Kleinen’ sind, muss man sich erst gewöhnen. Ihnen gefallen an der IGS aber besonders der Freizeitbereich, der Sandspielplatz mit den Spielgeräten und das weitläufige Pausengelände, aber auch die neuen Fächer wie Naturwissenschaften, Gesellschaftslehre oder die Lernzeit, in der Hausaufgaben in Teilen bereits in der Schule angefertigt werden können“, so Ude weiter.
