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Landkreis-Cloppenburg-Check in Barßel „Der Barßeler an sich ist in Ordnung“

Barßel - Er kennt jeden, jeder kennt ihn und es gibt in Barßel wohl keine Ecke, an der er noch nicht gewesen ist. Hans Passmann ist ein Barßeler Original. Für die meisten Barßeler ist er der typische Dorfreporter. Das ist kein Wunder, schließlich ist er schon seit 1972 als freier Mitarbeiter der Nordwest-Zeitung tätig. „Das sind jetzt ja schon fast 50 Jahre“, sagt Hans Passmann, der von allen nur „Jonny“ genannt wird.

Lebenswerter Ort

Das „Seemannsdorf“ – wie er Barßel auch immer gerne in seinen Texten nennt – ist für ihn Heimat. „Ich bin hier aufgewachsen und wohne immer noch hier. Barßel ist ein lebenswerter Ort“, sagt Jonny. Er ist fest davon überzeugt, dass die Barßeler manchmal gar nicht zu schätzen wissen, welches Kleinod ihr Ort ist. „Die Touristen kommen ja nicht umsonst hier her – der Hafen ist wunderbar, die Landschaft sehr reizvoll, es gibt tolle Rad- und Wanderwege und vor Ort kann man auch gut einkaufen“, sagt der 71-Jährige. Gleichzeitig ist Jonny aber auch Freund der Berge – in den Urlaub fährt er gerne in die Alpen. „Die Berge mag ich noch lieber als das Wasser, aber wegziehen will ich trotzdem nicht. In Barßel fühlt man sich einfach wohl“, sagt der dreifache Großvater. Das liegt für ihn am guten Vereinsleben, der guten Politik und dem Menschenschlag. „Der Barßeler an sich ist in Ordnung, man kann mit ihm gut auskommen“, ist sich Jonny sicher.

Und er weiß wovon er redet. In seinen fast 50 Jahren als freier Mitarbeiter der NWZ hat er schon unzählige Menschen aus Barßel und dem gesamten Nordkreis Cloppenburg getroffen und kennengelernt. In vermutlich mehr als 12 000 veröffentlichten Artikeln hat er Politkrimis, Menschenporträts und Ärger-Geschichten festgehalten, aber auch über Unfälle und Jahreshauptversammlungen berichtet. Natürlich gefallen seine Storys nicht immer allen Leuten, aber damit kann Jonny „gut leben“. Vor allem hat er seit 1971 viel Zeit in die Arbeit investiert. Immer wenn unsere Redaktion ihn mit einem Termin beauftragt, nimmt er ihn an – ein „Nein“ gibt es eigentlich nicht. So etwas muss natürlich auch eine Ehefrau mitmachen. Doch das passte ganz gut. „Da meine Frau Carola bei Niehaus als Hotelfachfrau gearbeitet hat, war ich abends meist eh alleine“, so Jonny.

Seit 2008 im Ruhestand

Das journalistische Schreiben hat Hans Passmann sich selbst beigebracht – eigentlich ist er gelernter Bankkaufmann. Bis 1975 hat er bei der Spar- und Darlehnskasse in Barßel gearbeitet. Danach wechselte er bis zu seinem frühzeitigen Ruhestand im Jahr 2008 zu Gemeinde Barßel und wurde stellvertretender Hauptamtsleiter. Deswegen mied er bis zu seinem Ruhestand politische Themen. Mit der Kamera war er aber immer unterwegs. Damit seine Fotos rechtzeitig gedruckt werden konnten, musste er sich sogar im Haus eine Dunkelkammer einrichten.

Das Schreiben an den Nagel zu hängen kommt für Jonny noch nicht in Frage: „Solange ich noch fit bin, mache ich weiter. Es macht einfach noch zu viel Spaß.“

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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