Barßel/Saterland - „Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Corona-Pandemie hat uns natürlich auch in den vergangenen eineinhalb Jahren getroffen. Uns fehlten die Ausflügler und Urlauber“, sagte der Vorsitzende des Vereins „Erholungsgebiet Barßel-Saterland“, Johannes Budde, auf der Mitgliederversammlung im Pfarrheim Barßel.
Ausgaben reduziert
Das habe sich besonders bei den Fahrten mit dem Ausflugsdampfer MS „Spitzhörn“ bemerkbar gemacht. Aber auch die Übernachtungszahlen seien deutlich zurückgegangen. Die fehlenden Einnahmen habe man durch stark reduzierte Ausgaben kompensieren können, so dass keine Verluste unterm Strich zu verzeichnen seien, so der Vorsitzende weiter.
Veränderungen gab es in der Vorstandsetage: Für weitere drei Jahre bleibt Johannes Budde Vorsitzender, kündigte aber schon einmal dann seinen Rückzug an. Neuer 2. Vorsitzender ist Marcel Mammen. Im Beirat sitzen Rolf Diekhaus, Michael Schulte-Althoff sowie Kraft Amtes die beiden Bürgermeister der Gemeinden Barßel und Saterland, Nils Anhuth und Thomas Otto.
Näher auf die vergangenen beiden Geschäftsjahre 2019/2020 ging der Geschäftsführer der Barßeler Touristik, Jens Lindstädt, ein. „Gab es 2019 noch 134 Schifffahrten mit 6581 Gästen an Bord der Spitzhörn, so waren es in 2020 nur noch 28 Fahrten mit 598 Besuchern“, berichtete Lindstädt. Das bedeutete hohe Einnahmeverluste .
Übernachten halbiert
Auch die Übernachtungszahlen gingen rapide zurück. Rund 1,2 Millionen Übernachtungen zählten Ferienhausvermieter, Privatvermieter, Hoteliers, Campingplätze und Reisemobilstellplätze noch 2019. Im Vorjahr waren es nur noch 650 00.
Um die Aufgaben der Touristik erfüllen zu können, gab es wieder finanzielle Unterstützungen: So von den Gemeinden Barßel und Saterland je 36 500 Euro und vom Landkreis Cloppenburg 35 530 Euro. Zudem erhielt der Verein aufgrund von Corona eine Überbrückungshilfe in Höhe von 7000 Euro. Darüber hinaus gebe es eine enge Zusammenarbeit mit dem Verbund Oldenburger Münsterland.
Der Verein zählt derzeit 95 Mitglieder. Ein Aufschwung sei auch zu erkennen: So ist die Paddel- und Pedalstation ein starker Anlaufpunkt –ebenso die Wohnmobilstellplätze. Und auch die Nachfrage nach E-Bikes sowie nach Möglichkeiten des Bootssports sind gestiegen. Ausgebaut wurde für Radfahrer auch das Knotenpunktsystem, führte Lindstädt aus.
