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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren
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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren

NWZonline.de Region Cloppenburg

Die 04499 schweißt Gemeinden zusammen

25.04.2019

Barßel /Tange /Nordloh Barßel hat viele Besonderheiten. Barßel hat einen sehr sehenswerten Hafen, eine besonders schöne Windmühle und ist für Touristen ein tolles Ausflugsziel. Doch Barßel hat noch eine Besonderheit. Als nördlichste Gemeinde im Landkreis Cloppenburg hat Barßel eine absolute Randlage. Kein anderer Hauptort im gesamten Kreis liegt so nah an einer Grenze wie Barßel. Vom Barßeler Rathaus aus bis zur Kreisgrenze am Nordloher Tief sind es gerade einmal 850 Meter. Dann steht man schon im Landkreis Ammerland, genauer gesagt in den Ortschaften Tange oder Nordloh. Beide Orte liegen sehr viel dichter an Barßel als an ihrem Hauptorten Apen und Augustfehn.

Sei es das Einkaufen, der Freundeskreis, das Vereinsleben oder der Bezug – die politsche Grenze zwischen Barßel, Tange und Nordloh spielt für die Menschen eine eher untergeordnete Rolle. Das weiß auch Christa Staffa. Sie wohnt mit ihrem Mann in Tange und ist dort 1. Vorsitzende des Ortsbürgerverein. „Ich bin eigentlich regelmäßig in Barßel. Die Tanger, die eher im Süden wohnen fahren auch zum Einkaufen nach Barßel – die Anwohner im Norden zieht es nach Augustfehn“, berichtet Staffa. Sie weiß, dass die Verbindungen vielfältig sind. „Die Grenze ist im Laufe der Zeit immer weicher geworden. Wir hatten immer ein gutes Verhältnis zu den Barßelern“, sagt die Tangerin. Das spiegelt sich auch in der Tanger Speelköppel, dem Theaterverein des Dorfes wieder. „Dort hatten wir bis jetzt schon Spieler aus Barßel und auch aus Ostfriesland. Tange liegt ja sogar in einem Dreiländereck“, fügt Staffa hinzu und deutet auf die nahe Grenze zur Gemeinde Detern im Landkreis Leer.

Natürlich zieht auch die Disco Tange gerade junge Menschen in großen Scharen über die Kreisgrenze. Pfingsten findet in und vor der Disco mit dem „Tange Frühtanz“ eine der größten Partys in Norddeutschland statt – mehr als 20 000 Menschen pilgern dann in den kleinen Ort. Durch diesen Strom wird dann auch Barßel in Mitleidenschaft gezogen – die Schlangen aus Menschen und Autos gehen oft über das Nordloher Tief hinaus.

Neben Tange liegt aber auch die Ortschaft Nordloh in direkter Nachbarschaft zu Barßel. Manfred Schedemann, 1. Vorsitzender des Ortsbürgervereins Nordloh, kommt zwar nicht ursprünglich aus Nordloh, wohnt aber bereits mehr als 25 Jahre hier. „Früher wurden Verstorbene von Tange und Nordloh auch in Barßel beerdigt. Und auch in der Landjugend Nordloh sind viele Jugendliche aus Barßel aktiv“, erzählt Schedemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch für ihn spielt die räumliche Nähe natürlich eine Rollen. „In nicht einmal fünf Minuten bin ich mit dem Auto in Barßel. Die Verbindung ist da. Nach Augustfehn oder Apen dauert alles natürlich etwas länger. Ich schätze mal das Verhältnis ist so 60 zu 40 Prozent für Barßel“, so Schedemann.

Von den Beziehungen nach Barßel profitiert aber auch ein kleiner Sportverein. In Nordloh ist der SV Gotano (Godensholt/Tange/Nordloh) zu Hause. „Schon seit mehreren Jahre sind die Beziehungen nach Barßel sehr stark. In unserem Verein waren schon immer sehr viele Sportler aus Barßel aktiv“, sagt Reiner Weerts, 1. Vorsitzender des SV Gotano. Gerade in der Jugendabteilung sind viele junge Talente aus Barßel aktiv. „Sobald es in den Herrenbereich geht wechseln viele Spieler zurück nach Barßel. Wir stehen in stetigem Kontakt mit dem STV Barßel und pflegen ein sehr gutes und freundschaftliches Verhältnis“, sagt Weerts, der selber jahrelang für den STV gespielt hat. Die Entfernung zwischen den beiden Sportplätzen beträgt auch gerade einmal 2,7 Kilometer. Auch die Damenmannschaft des SV Gotano besteht zu 40 Prozent aus Barßelerinnen.

Trotz allen Verflechtungen und gemeinsamer Telefonvorwahl (04499) ist die politsche Grenze zwischen den Landkreisen und auch die konfessionelle Grenze – Barßel ist mehrheitlich katholisch, Tange und Nordloh eher protestantisch – aber da. „Wir fühlen uns auch als Ammerländer“, sagt die Vorsitzende Christa Staffa.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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