Barßel - Einen Gedenkstein zu Ehren des ehemaligen Geistlichen und Bischöflichen Offizial von Vechta, Theodor Niehaus, hat die Pfarrgemeinde Ss Ansgar Barßel auf dem katholischen Friedhof am Mühlenweg in Barßel aufgestellt. Platziert wurde der Gedenkstein im Bereich des Hauptportals, wo bereits die verstorbenen Geistlichen beerdigt wurden. Niehaus wurde am 28. September 1820 in Barßel geboren und verstarb am 4. September 1887. Er gründete 1871 das Krankenhaus St.-Pius-Hospital in Oldenburg. Sein Elternhaus ist das heutige Hotel „Zum weißen Ross“ an der Lange Straße in Barßel.
Theodor Niehaus besuchte das Gymnasium Antonianum Vechta. Im Anschluss studierte er von 1846 bis 1850 an der Universität Münster Theologie. Am 25. Mai 1850 empfing er die Priesterweihe. In den folgenden Jahren war er als Vikar in Friesoythe und als Lehrer am Gymnasium in Vechta tätig. Im Februar 1854 wurde er zum Pfarrer von Oldenburg ernannt. Zu dieser großen Pfarrei zählte damals fast ganz Nordoldenburg. Pfarrer Niehaus sorgte für die Gründung neuer Seelsorgestellen. So entstanden damals die neuen Gemeinden in Augustfehn, Brake und Rüstringen. Für die wachsende Zahl der Katholiken in der Residenzstadt des Großherzogtums begann unter Niehaus Leitung der Bau der neuen Pfarrkirche St. Peter in Oldenburg, der 1876 unter seinem Nachfolger vollendet wurde. Daneben tat sich Niehaus auch als Gründer des St.-Pius-Hospitals, des ersten katholischen Krankenhauses der Stadt, hervor.
„Da sich im vergangenen Jahr der 200 Geburtstag von Niehaus jährte, waren wir vom Kirchenausschuss der Meinung, dem verdienten Geistlichen ein Gedenkstein zu widmen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Johannes Geesen.
Auf dem Gedenkstein sind die einzelnen Daten des Verstorbenen vermerkt. „Den Gedenkstein haben wir freundlicherweise kostenlos von einer Barßeler Einwohnerin erhalten. Eigentlich war es ein Grabstein der Familie. Die Besitzerin wollte diesen eigentlich entsorgen“, sagt Geesen, „das wäre doch zu schade“.
Die Idee des ehemaligen Kirchenprovisors Geesen fiel auch bei Barßels Pfarrer Ludger Becker auf volle Zustimmung.
