Barßel - Im Ortszentrum von Barßel scheinen größere Veränderungen anzustehen. Nachdem das ehemalige, von einem Friesoyther Investor gekaufte, Schlecker-Gebäude mitten in Barßel derzeit saniert wird, scheint sich auch bei angrenzenden zwei Gebäuden nach Information unserer Redaktion etwas zu tun. Dabei handelt es sich um das ehemalige Uhrengeschäft Meiners-Hagen, wo zurzeit noch ein Barber-Shop Mieter ist, sowie um das Wohngebäude des ehemaligen Zahnarztes Dr. Heinrich Meiners. Beide Häuser befinden sich derzeit im Eigentum des Restaurantbesitzer Ali Senol aus Barßel und beide sollen nach Information unserer Redaktion bald verkauft werden. Der Barber-Shop soll dann in den ehemaligen Schleckerladen ziehen.
Interessant für Gemeinde
Gerade das Gebäude des ehemaligen Zahnarztes scheint für die Gemeinde Barßel aus verkehrstechnischer Sicht interessant zu sein. Das Haus grenzt unmittelbar an den Kreuzungsbereich Lange Straße/Ammerländer Straße und dieser Bereich wird in absehbarer Zeit verkehrstechnisch umgebaut. „Für diesen Zweck wäre das Gebäude von Meiners für die Gemeinde nicht ganz uninteressant“, sagt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth auf Nachfrage. Auf die Frage, ob man aktuell in Verhandlungsgesprächen sei, meinte Anhuth: „Wir sind immer in Gesprächen, wenn es um Immobilien insbesondere im Ortskern geht und wenn es in die Ortsplanung passt.“ Gebäude aufzukaufen, dann abzureißen und dann dafür Neubauten zu platzieren, komme für die Gemeinde nicht in Frage, so Anhuth. Letztlich seien das aber Entscheidungen der politischen Gremien.
Land fördert
Das Land Niedersachsen beteiligt sich an der Aufwertung des Ortskerns von Barßel. Es gibt rund 2,1 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm. Insgesamt beträgt der Kostenrahmen rund 3,5 Millionen Euro. Die Kommune hat einen Eigenanteil von rund einer Million Euro aufzubringen. Innerhalb des Sanierungsgebiets können Anwohner Fördergelder beanspruchen, wenn sie ihre Häuser sanieren.
