Barßel - Der Winter kommt zurück nach Deutschland. Schenkt man den Meteorologen glauben, könnte es zu einer Schneekatastrophe am Wochenende kommen. Besonders im Norden droht ein Chaos. Bis zu 50 Zentimeter Schnee werden erwartet.
Bei der Gemeinde Barßel stellt man sich auf den möglichen Wintereinbruch ein. „Besondere Vorkehrungen bei einem wohlmöglichen Schneechaos haben wir nicht getroffen. Doch wird sind gerüstet. Da in Zeiten von Corona ohnehin die Menschen nicht Reisen können und vor Ort sind, sind die Mitarbeiter im Rathaus schnell erreichbar und einsatzbereit“, sagt Barßels Erster Gemeinderat Michael Sope. Die Mitarbeiter des Bauhofes stehen ohnehin „Gewehr bei Fuß“. Den letzten großen Schneefall gab es im Winter 1978/79. Da war das Rathaus auch rund um die Uhr besetzt und erreichbar. Immer wieder klingelte das Telefon. Besorgte Menschen riefen an und baten um Hilfe. Auch die Feuerwehr war im Einsatz – eine Ausnahmesituation.
Salzsilos prall gefüllt
Auf dem gemeindeeigenen Bauhof hat man für das Wochenende vorgesorgt. Sämtliche Fahrzeuge sind für den Ernstfall vorbereitet und mit Schneeschildern und Salzstreuen bestickt worden. „Der Silo ist gut mit Streusalz gefühlt und wir haben nochmals mehrere Tonnen in dieser Woche bekommen. Rund 30 Tonnen stehen zur Verfügung“, sagt der Leiter des Bauhofes Uwe Overlander. Ohnehin war der Silo noch gut gefüllt, da der Winter im vergangenen Jahr recht milde war. Das Salz sei lediglich für den innerörtlichen Bereich in der Gemeinde Barßel sowie für Rad- und Gehwege, Brücken- und gefährliche Kreuzungsbereiche gedacht, „Priorität beim Streuen hat natürlich die Schulwegsicherung. Daher werden die Gemeindearbeiter zunächst die Zugänge zu den Schulen und Parkplätzen und öffentlichen Gebäuden, wie Rathaus oder Feuerwehr in Angriff nehmen“, so der Bauhofleiter. Zuständig sei man allerdings nur für Gemeindestraßen und -wege. Kreis- und Landesstraßen obliegen der Straßenmeisterei Friesoythe.
Streupflicht beachten
Aber nicht nur die Kommunen müssen rechtzeitig an den Winterdienst denken. Auch jeder Hauseigentümer ist verpflichtet, die Gehwege passierbar zu halten. Bei Verstößen drohen Strafen.
