Barßelermoor - Still ruht der See. Das trifft derzeit sprichwörtlich auf den Ausbau des Wohnbaugebietes an der Westmarkstraße in Barßelermoor zu. Es tun sich größere Seelandschaften in den Bereichen auf, wo die Siedlungsstraße später entstehen sollen. Doch Schuld ist nicht Regen, nicht das Grundwasser und auch nicht die bauausführende Firma. Unbekannte sind dort seit circa drei Wochen am Werk und sorgen für Land unter in den Wegearealen. Sehr zum Ärger der Gemeinde Barßel und der Baufirma Bernhard Henken.
Immer wieder werden in den Abend- und Nachtstunden die Schläuche von den Wasserpumpen abgeschraubt und dann einfach auf das Erdreich gelegt. Dabei sollen die Schläuche eigentlich dafür sorgen, dass das Grundwasser in das Regenrückhaltebecken beziehungsweise in die Vorfluter abgeleitet wird. So aber fließt dann über Stunden Kubikmeter um Kubikmeter Wasser unbemerkt in die Wegekörper und setzt das Erdreich unter Wasser.
Baugrube überflutet
„Es ist dann so nass, dass wir nicht baggern können“, ärgert sich der Firmenchef des Fuhrunternehmens, Bernd Henken. „Die Baustelle muss trocken sein. Aber so wird die Baugrube überflutet.“ Henken hat bereits bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Zudem setzt er eine Belohnung aus, um die Täter zu fassen. Henken geht davon aus, dass der Schaden durch den Vandalismus bereits im sechsstelligen Bereich liegt. So verzögern sich die Bauarbeiten um Monate. Darüber ist auch die Gemeinde Barßel verärgert.
„Wir bedauern den Vandalismus. Aber was will man machen“, sagt der Leiter des Bauamtes im Rathaus, Hans Schulte. Eigentlich wollten schon bald die Grundstückseigentümer mit dem Wohnungsbau beginnen. Die Baugrundstücke werden durch die Spar- und Darlehnskasse Friesoythe vermarktet, die auch Objektträger der Maßnahme ist und das Baugebiet umsetzt.
Maschinen beschädigt
Doch nicht nur im Baugebiet Westmarkstraße kommt es derzeit zu Vandalismus, sondern auch im Bau befindlichen Gewerbegebiet an der Friesoyther Straße zwischen den Ortschaften Neuland und Lohe. Hier wurden Maschinen beschädigt und Scheiben von Fahrzeugen eingeschlagen. Auch bei den Maschinen, die bei der Erneuerung des Fuß- und Radweges auf dem Deich zwischen der Bahn- und Mühlenbrücke in Barßel im Einsatz sind, wurden Zerstörungen vorgenommen.
