Cloppenburg - Das Cloppenburger Rathaus ist in die Jahre gekommen und soll nach einer Erweiterung 1997 nun noch weiter wachsen. Wie soll das Gebäude künftig geheizt werden, ist eine Gasheizung noch zeitgemäß, wie sieht es mit einer Klimaanlage aus, und wie kann die zunehmende Digitalisierung auch rein technisch Einzug halten? Mit diesen Fragen habe sich die Stadtverwaltung eingehend beschäftigt, erklärte Bauamtsleiter Armin Nöh jetzt bei einem Pressetermin. „Wir wollten da als Kommune auch Vorbild sein und haben uns deswegen entschieden, das gesamte Rathaus zu sanieren“, sagte Bürgermeister Neidhard Varnhorn.
Und weil man eine Etage nicht einfach schließen kann, und die Mannschaft im Rathaus eh wächst und mehr Platz braucht, wird aktuell das Dachgeschoss ausgebaut. Bereits bei den Planungen für den Rathausbau 1997 war das Dachgeschoss für einen späteren Ausbau vorgesehen worden. Hier entstehen auf 1200 Quadratmetern 18 Büros – davon zwölf Einzelbüros und sechs Doppelbüros. Den besten Blick über die Stadt hat man vom Multifunktionsraum, der dank vieler veränderbarer Glastrennwände für vielfältige Veranstaltungen genutzt werden kann. Außerdem soll entlang eines Flurs ein flexibler Open-Space-Arbeitsbereich für die Verwaltung entstehen.
3,3 Millionen Euro soll der Ausbau des Dachgeschosses kosten. Welcher Fachbereich Anfang 2024 umziehen wird, steht noch nicht fest. Durch den Umzug der Mitarbeiter steht dann wieder eine Etage leer, die im Anschluss technisch saniert werden kann. So sollen alle Etagen nach und nach auf den neuesten Stand gebracht werden. Das Rathaus bekommt als neue Heizung einer Luft-Wasser-Wärme-Pumpe, und sowohl das Dachgeschoss als auch der Ratsaal werden mit einer Klimaanlage ausgestattet. Das Investitionsvolumen für die weiteren drei Etagen beträgt 2,6 Millionen Euro. 2027 sollen die Arbeiten nach den jetzigen Planungen abgeschlossen sein.
