Cloppenburg - Mit Leckagen und undichten Stellen ist die Turnhalle an der Leharstraße in den vergangenen Jahren immer wieder aufgefallen. Dabei kann man bei einem Bauwerk aus dem Jahr 2000 noch nicht von einer in die Jahre gekommenen Baustelle sprechen. „Die undichten Stellen traten bei unterschiedlichem Wetter und auch an unterschiedlichen Stellen auf“, erklärt Bauamtsmitarbeiter Günther Penning nun bei einem Besuch vor Ort.
Vorzeigeobjekt
So richtig wusste die Stadtverwaltung deswegen nicht, woran es haperte. Nur wird eine Halle nicht besser, wenn es dauernd nass und feucht im Inneren ist. Und die eigentlich sehr schöne Halle mit den großen Fensterfronten wurde so nicht gerade zum Vorzeigeobjekt – obwohl sie beispielsweise auch für die Heim-Drittligaspiele der Volleyballerinnen (TVC) und Handballer genutzt wurde.
Laut Penning entschied sich die Verwaltung deswegen dazu, eine Untersuchung des Daches in Auftrag zu geben. Mit einem Vorlauf von etwa zwei bis drei Jahren fiel dann auch aufgrund des Gutachtens die Entscheidung, das Dach der Halle komplett zu erneuern. „Als die Dachhaut geöffnet wurde, haben wir gesehen, wie richtig die Entscheidung war, alles neu zu machen“, erklärt Bauamtsleiter Armin Nöh. So sei es beispielsweise zu Leckagen an den Stellen gekommen, wo Stahl und Glas aufeinander treffen.
Bewegung im Material
Denn dort habe es mit den Jahren Bewegungen zwischen den Materialien gegeben, und die Anknüpfungspunkte waren offenbar nicht dicht genug miteinander verbunden. Undichte Stellen gab es auch bei der Anbindung der Glasflächen im Giebel der Halle. Denn das Besondere an der Halle ist, dass die Decke nur auf zwei Säulen liegt und sonst über eine Stahlkonstruktion in der Mitte gehalten wird. So entsteht der Eindruck einer freitragenden Decke, erläutert Bürgermeister Neidhard Varnhorn.
Im Mai 2022 war Baubeginn. „Wir brauchten einen Sommer ohne viel Regen“, so Varnhorn – und genau dieser Plan sei gut aufgegangen. Aktuell werden in der Sporthalle die letzten Arbeiten abgeschlossen. Pünktlich zum Ende der Ferien soll die Halle dann auch wieder für den Schulsport nutzbar sein. Die Dachfläche wurde auf 2800 Quadratmetern erneuert. Kostenpunkt: 920.000 Euro. Das sei viel Geld, vor allem vor dem Hintergrund, dass es keine signifikante Verbesserung gebe. Varnhorn, Nöh und Penning hoffen aber auch angesichts der Kosten, dass das Dach jetzt dicht bleibt.
