Bösel - Die Ukrainehilfe Bösel plant ein großes Benefizkonzert, um weitere Hilfstransporte in die Kriegsregion finanzieren zu können. Am Samstag, 11. März, um 19 Uhr sind sowohl die Big Band Bösel als auch das Niedersachsen Sound Orchester dabei. „Wir haben beide angefragt und beide haben spontan gesagt: Wenn wir einen Termin finden, sind wir dabei“, berichtet Frank Schalm von der Ukrainehilfe. Außerdem mit dabei ist der Bremer Musiker Martin Olding, der die ukrainische Nationalhymne spielen wird. Die Moderation des Abends übernimmt Markus Tholen von der Freiwilligen Feuerwehr Bösel. Als Veranstaltungsort wurde die BiB-Arena frei gemacht, denn eigentlich waren dort Spiele für den Altherren-Kreispokal geplant. Doch der NFV Cloppenburg habe einen Tausch mit anderen Spielorten das Konzert möglich gemacht.
Große Unterstützung
Unterstützung gibt es von allen Seiten: „Die Gemeinde hilft uns bei jeder Gelegenheit“, berichtete Mitorganisator Martin Pille. Ebenso örtliche Firmen und Gastronomen, die für Plakate, Tickets und Getränke sorgen. Die Freiwillige Feuerwehr und das Böseler DRK sichern die Veranstaltung ab. „Das ist wirklich Klasse. Egal wenn wir fragen: Wir laufen offene Türen ein“, sagt Schwalm. Schirmherr der Aktion ist Landrat Johann Wimberg. Gast wird am 11. März auch der ukrainische Kontaktmann der Ukrainehilfe – Serhgii Ivashchuk – sein. Er ist ein Geschäftspartner aus Friedenszeiten von Landhändler und CDU-Ratsherr Ralf Meyer. Er hält die Böseler auf dem Laufenden, was in der Ukraine benötigt wird. Sein Team und er übernehmen an der polnisch-ukrainischen Grenze die Spenden und verteilen sie. Zwar dürften die Böseler selbst in die Ukraine fahren, vermeiden das derzeit aber aus Sicherheitsgründen.
Not weiterhin groß
„Letztes Jahr ist ziemlich viel passiert, wir haben viel Geld bekommen, aber auch viel Geld ausgegeben“, sagt Frank Schwalm. Über 140 000 Euro seien für die Aktion zusammengekommen, davon sind die Ehrenamtlichen fünfmal mit Lkws gefüllt mit Lebensmitteln, Krankenhausbetten, Kleidung, Drogerie-Artikeln und Notstromaggregaten an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren. Viele Firmen hätten Lebensmittel zum Einkaufspreis weitergegeben, Bürger hätten gespendet, aber gerade dringend benötigte Krankenhausausstattung oder die Aggregate mussten gekauft werden, hinzu kamen die Transportkosten. „Die Not ist weiterhin groß, der Winter ist noch nicht vorbei“, sagt Martin Pille. Und Schwalm versichert: „Wir haben vor, das langfristig zu machen.“ Aber dazu muss die Ukrainehilfe wieder neues Geld einnehmen.
