Ganderkesee - Mit einer Rekordbeteiligung von 28 Kindern ist Ende Juni die Schulkinder-Ferienbetreuung im Ganderkeseer Jugendzentrum „Trend“ angelaufen. Seit elf Jahren organisiert die Gesellschaft „Vereinte Integrations- und Arbeitssysteme Oldenburg Land“ (Viasol) dieses Programm. Eltern, die in den Ferien arbeiten müssen, können dort ihre Kinder in der Obhut der Betreuer sicher wissen. Für diese Möglichkeit sind vor allem die Erwachsenen sehr dankbar: Als die Aktion eingestellt werden sollte, weil sie für die Viasol finanziell nicht mehr tragbar war, haben sie sich mit Erfolg dafür eingesetzt, dass sie weiterhin stattfindet. Das berichtet Betreuerin Ursel Kaczmarek. Möglich war der Erhalt dank der Unterstützung durch die Gemeinde.

Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus dem Landkreis sind bei der Ferienbetreuung herzlich willkommen. Zur Zeit werden 14 Kinder von Ursel Kaczmarek und ihrem Kollegen Björn Schilling betreut. Zeitweise gab es sogar Wartelisten, weil alle Plätze belegt waren. „Normalerweise hält sich die Beteiligung bei ungefähr 22 Kindern die Waage“, erklärt Kacz­marek.

Auch bei den Kindern ist die Aktion sehr beliebt. Ab 7.30 Uhr morgens werden sie von ihren Eltern ins „Trend“ gebracht, bis spätestens 15 Uhr müssen sie wieder abgeholt werden. Fast jeden Tag gibt es eine besondere Aktivität. Am Donnerstag wurde die Gruppe durch die St. Cyprian- und Corneliuskirche geführt, auch die Polizei war in der vorigen Woche schon zu Gast. Die Kinder durften einen Streifenwagen erkunden und Handschellen ausprobieren.

Neben Angeboten wie Tischkicker, Airhockey und Brettspielen zählen vor allem kreative Aktivitäten, zum Beispiel das Bearbeiten von Speckstein oder Malen mit Wasserfarben, zum Konzept der Betreuung.

„Die Kinder profitieren auch von der Aktion. Sie verbringen ihre Freizeit zusammen und lernen das Leben in der Gemeinschaft besser kennen“, sagt Betreuer Björn Schilling. „Das freie Rumspielen macht am meisten Spaß“, sagt Niklas (10). Der elfjährige Arne ergänzt: „Der Airhockeytisch ist am coolsten.“