Barßel - Zu 118 Einsätzen sind die 69 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Barßel 2022 ausgerückt. Gegenüber dem Vorjahr mit 71 Einsätzen sei das eine deutliche Steigerung, sagte Gemeindebrandmeister Uwe Schröder bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus Barßel. Unter die Einsätze fielen 25 Brandeinsätze sowie 76 Hilfeleistungen. Aber auch sogenannte „Blinde Alarme“ gab es.
Viele Dienststunden
Bei Verkehrsunfällen mussten Personen aus dem Fahrzeug geborgen werden. Zu den weiteren Einsätzen zählten unter anderem Küchenbrände, Sturmschäden, Wohnungsbrand, Tierrettung, Flächenbrand oder Wasserrettung. Zudem beteiligten sich die Kameraden der Wehr am Hafenfestlauf, Kinderfest am Hafen, Schützenfestumzug oder Flohmarkt in Elisabethfehn. Insgesamt waren die Barßeler Feuerwehrleute 1565 Stunden im Einsatz. „Weiter leisteten die Kameraden in beiden Jahren 1487 Dienststunden, 60 Stunden für Kommandositzungen und 888 Lehrgangsstunden“, berichtete Schröder, „erfreulich war, dass sich 35 Kameraden an Aus- und Weiterbildungslehrgängen beteiligten.“
Die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Cloppenburg erhielten Eilert Büscherhoff für seine 22-jährige Arbeit als Kassenwart und der 1. Hauptlöschmeister Frank Schröder für seine 22-jährige Tätigkeit als Atemschutzgerätewart.
Befördert wurden Lisa Grape zur Feuerwehrfrau, Paul Rolfsen und Jannik Dierks zu Feuerwehrmännern. Oberfeuerwehrfrauen sind Pia Bümmerstede und Lorena Ebkens. Oberfeuerwehrmänner dürfen sich nennen Jan Bümmerstede, Pascal Thoben, Adrian Kröger, Phillip Kröger. Hauptfeuerwehrfrau Jana Lücking; Hauptlöschmeister Martin Pyrchalla; Hauptbrandmeister Dennis Lüthje. In die Wehr aufgenommen wurde Lisa Grape, Paul Rolfsen und Jannik Dierks.
Neuwahlen gab es ebenfalls: Schriftführer Joachim Schulte, Gruppenführer Mario Kruse, Johannes Meiners-Hagen, Stefan Vocks, Frank Schröder, Sicherheitsbeauftragter Carsten Ahrnsen, Atemschutzgerätewart Frank Schröder, Gerätewart Timo Lücking, Jugendwart Martin Pyrchalla, Brandschutzerzieher Astrid Kwiotek.
Dank sagte Gemeindebrandmeister Uwe Schröder den Arbeitgebern, die immer wieder die Feuerwehrkameraden zu den Einsätzen vom Dienst frei stellen und der Gemeinde, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Wehr hat. Die Feuerwehr Barßel sei gut ausgestattet. In diesem Jahr gibt es außerdem einen neuen Mannschaftstransportwagen für die Feuerwehr.
Rückzug angekündigt
Ende 2025 will Uwe Schröder das Amt des Gemeindebrandmeisters abgeben: „Ich möchte Euch schon heute mitteilen, dass ich für eine weitere Amtszeit nach 15 Jahren als Chef der Feuerwehr und über 30 Jahre im Kommando nicht mehr als Gemeindebrandmeister zur Verfügung stehen werde“, sagte er. „Ich denke, ein Wechsel sollte durchgeführt werden. Im kommenden Jahr werden wird dann rechtzeitig die Wahlen zum Gemeindebrandmeister und Stellvertreter durchführen.“
Nachwuchsprobleme kennt die Wehr nicht. Dank der Jugendfeuerwehr ist für den nötigen Unterbau gesorgt. „In der Jugendfeuerwehr sind 19 Mädchen und Jungen“, berichtete Jugendwart Martin Pyrchalla. Es wurden 2625 Dienststunde geleistet.
Keine Lehrgangsplätze
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Franz-Josef Nording dankte den Feuerwehrkameraden für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz auf Gemeinde- und Kreisebene. Bemängelt wurde von Nording, dass nicht ausreichend Lehrgänge durch das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt werden. Von 72 angeforderten Truppführerlehrgängen wurden nur zwölf im gesamten Landkreis ermöglicht.
