Bösel - Im August 2023 soll es soweit sein: Dann soll die „Kita für alle“ an der Straße Neuland, die in Trägerschaft des Caritasvereins Altenoythe erbaut wird, ihre Türen öffnen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Am Montag trafen sich die Projektbeteiligten zum ersten Spatenstich.
„Heute ist ein geschichtsträchtiger Tag“, betonte Bürgermeister Hermann Block. Es sei ein großes Anliegen, diese Kindertagesstätte und damit auch neue Betreuungsplätze zu schaffen. Denn diese würden dringend benötigt.
Flexibel geplant
Bereits zu Beginn des Jahres hat die Caritas Altenoythe ihre Pläne für die neue Kita vorgestellt. Die Bauplanung wurde vom Planungsbüro Ortmann & Möller aus Lastrup übernommen.
1,4 Hektar stehen zur Verfügung. 2000 Quadratmeter davon wird das Gebäude selbst einnehmen, im Außenbereich soll es viel Platz zum Toben geben. Während im Untergeschoss sowohl Kindergarten- als auch Krippengruppen entstehen sollen, soll die obere Etage für Wohnungen und Sozialräume genutzt werden.
Geplant sind auch Räume für Verwaltung, Technik und Bewegung sowie eine Mensa. Alle Gruppen werden ebenerdig und somit vollständig barrierefrei.
Um flexibel zu bleiben, sei vorausschauend und großzügig geplant worden. Es wird beispielsweise einen Schlaf- und Ruheraum geben, der bei einer Ganztagsbetreuung benötigt wird. Je nachdem welche Kinder in der neuen Kita angemeldet werden, soll das Angebot dem Betreuungsbedarf angepasst werden.
Zusätzlich zur eigentlichen Kita sind unter anderem Sprachheil- und heilpädagogische Angebote geplant. Die Leitung des Kindergartens übernimmt Stephanie Mödden.
Großer Bedarf
Rund sechs Millionen Euro wird das Projekt kosten, wie Caritas-Vorsitzender Andreas Wieborg mitteilte. In den vergangenen 15 Jahren, seitdem Hermann Block im Amt des Bürgermeisters ist, sei noch in kein Bauvorhaben in Bösel so viel Geld investiert worden. Auch wenn insgesamt 105 Betreuungsplätze geschaffen werden, seien nur 65 frei verfügbar. Denn zwei Kita- und eine Krippen-Gruppe werden aus den überbelegten bestehenden Kindergärten in die neue Kita einziehen. Zusätzlich würden die Geburtenzahlen in Bösel ansteigen und spätestens 2024 werde es einen weiteren Einwohnerschub geben. Denn dann wird das Baugebiet Bösel-Nord bebaut. Schon jetzt würde man – zusätzlich zur Kita Neuland – über den Bau einer weiteren Betreuungseinrichtung sprechen.
Denn bis durch die „Kita für alle“ neue Kindergarten- und Krippenplätze zur Verfügung stehen, werden noch einige Monate vergehen. Der Bürgermeister hofft, dass die vorbereitenden Bauarbeiten noch vor Weihnachten beginnen können. Am 1. August 2023 soll die Betreuungseinrichtung fertig sein. „Das ist ein sportliches Ziel. Aber wir wollen und müssen diesen Termin einhalten“, sagte Hermann Block.
