Bösel - 130 Senioren über 80 Jahre erhielten am Donnerstag an der Sporthalle an der Jahnstraße in Bösel ihre erste Dosis Corona-Impfstoff. Am Freitag folgen noch einmal 183 Senioren. Das einspricht einer Impfquote von 83 Prozent in dieser Altersgruppe.
Eine der ersten war die 81-jährige Renate Blattmann. Sie habe nicht gezögert, sich impfen zu lassen: „So darf es nicht weitergehen“, sagte sie, sagt sie mit Blick auf die Einschränkungen.
Verimpft wurde das Vakzin der Firma Moderna, das auf der gleichen neuen mRNA-Technologie beruht wie der Impfstoff der Firma Biontech. Auch Modernas Präparat sei „extrem verträglich“, berichtete Dr. Ulrich Krehmeier, der mit zwei Helfern das mobile Impfteam für Bösel bildete. Es könne zu normalen Impfreaktionen kommen, etwa zu leicht erhöhter Temperatur. Ihren Termin für die zweite Dosis erhielten alle Impflinge ebenfalls.
„Es sollten sich alle impfen lassen“, appelliert Krehmeier, der inzwischen nur noch wenige und wenn, dann nur noch kurze Aufklärungsgespräche vor den Impfungen führen muss. Das habe bei den ersten Terminen nach Weihnachten noch ganz anders ausgesehen. Damals hätten die Menschen mehr Fragen gehabt. Doch inzwischen hätten „die Medien ihr übrigens getan“, um aufzuklären.
Lob sprach er für die Gemeinde Bösel aus: „Wir sind ja schon in einigen Städten gewesen. Hier ist alles extrem gut vorbereitet. Die Vorarbeit ist perfekt. Wir kommen gerne wieder.“
Neben Mitarbeitern der Gemeinde waren auch Helfer der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und eines Sicherheitsdienstes im Einsatz, um den Ablauf der Kampagne zu organisieren. Die Teilnehmer wurden durch ein Einbahnstraßensystem geleitet.
Auch die 70- bis 79-Jährigen habe die Gemeinde Bösel inzwischen mit einem Impfangebot angeschrieben, berichtete Sabine Hülskamp von der der Verwaltung.
