Bösel - Für einen kurzen Augenblick schwebte der große Findling am Montagmittag ein paar Meter über dem Boden, bevor er seinen Platz auf dem Anhänger fand. Möglich machte dies der Kran, den die Firma Borchers aus Surwold mitgebracht hatte. Anders hätte der rund 15 Tonnen schwere Stein wohl auch nicht verladen werden können.
Beton vorgefunden
Nachdem die Firma vor zwei Wochen bereits die Gedenkkreuze und -stehlen des Ehrenmals gegenüber der Kirche St. Cäcilia in Bösel entfernt hatte, war jetzt der Findling selber an der Reihe. Doch bevor die Arbeiter ihn abtransportieren konnten, musste zunächst das Fundament freigelegt werden. Hintergrund war, dass keiner so recht wusste, wie der Stein verankert ist.
Laut Bauamtsleiter Christoph Burtz sei kein Metall oder Gestänge, sondern lediglich Beton vorgefunden worden. So habe es keine Probleme gegeben, den Findling aus dem Boden zu heben. Begonnen wurde am Montagmorgen gegen 9 Uhr. Bis der große Stein letztendlich auf dem Anhänger lag, vergingen einige Stunden.
Zum Bauhof gebracht
Das Schauspiel ließen sich neben Pfarrer Stefan Jasper-Bruns und Bürgermeister Hermann Block auch Gerhard Höffmann, ehemaliger Vorsitzender des Heimatvereins und Ehrenbürgermeister, sowie der ehemalige Kirchenprovisor Aloys Gelhaus nicht entgehen. Wie Block sagte, soll ein Teil der Mauer, die zum Ehrenmal gehört, für die neue Wegeführung im Dorfpark genutzt werden. Denn genau dort wird der Findling später seinen Platz finden. Die Einzelteile des Ehrenmals werden dann im Dorfpark neu angeordnet.
Der Findling wurde am Montag erst einmal zum Bauhof gebracht, wo er zusammen mit den anderen Teilen zwischengelagert und von einem Steinmetz aufgearbeitet wird.
Das Böseler Ehrenmal muss aufgrund des Neubaus eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Friesoyther Straße/Overlaher Straße/Am Kirchplatz weichen. Die Arbeiten waren am 25. November gestartet. Seitdem wird der Verkehr auf der Friesoyther Straße/Garreler Straße von einer Baustellenampel geregelt.
