Bösel - Der Rat der Gemeinde Bösel hat die ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte Hildegard Westerhoff verabschiedet. Nach 14 Jahren stellt sie ihr Amt zur Verfügung. Noch hat sich keine Nachfolgerin gefunden: „Es muss eine Frau sein“, merkte Bürgermeister Hermann Block (CDU) in der jüngsten Ratssitzung an. „Ob das schon Gleichstellung ist, wissen wir nicht genau. Aber es ist schon mehrfach gerichtlich geprüft worden.“

Weil Bösel eine Gemeinde unter 20.000 Einwohnern ist, wird das Amt der Gleichstellungsbeauftragten noch als Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung oder als Nebentätigkeit einer Angestellten der Verwaltung ausgeübt. Westerhoff kam über ihre Mitarbeit im Arbeitskreis Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) zu der Aufgabe. Damals sei noch diskutiert worden, ob Bösel überhaupt eine Krippen-Gruppe benötige, berichtete Block: „Du hast dich vorbildlich eingebracht. Das waren schon umfangreiche Diskussionen.“

Ziel der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ist es, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu verwirklichen. Dazu wird sie in die Verwaltungs- und die politische Arbeit eingebunden. Sie hat – außerhalb von Pandemie–Zeiten – Sprechstunden im Rathaus angeboten, ansonsten war sie auch telefonisch und per E-Mail zu erreichen. Themen seien auch Trennung, Scheidung, Beruf, Selbstständigkeit, ehrenamtliche Tätigkeiten oder Erziehungsprobleme gewesen, berichtete Westerhoff.

Westerhoff hat darüber hinaus auch die Vermittlung der Tagespflege, der Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze übernommen und Eltern dabei unterstützt, einen geeigneten Platz zu finden.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland