Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Grundschule In Bösel Neuer Alltag für Viertklässler in der Schule

Bösel - In diesen Tagen darf niemand das Gebäude der St.-Martin-Grundschule einfach so betreten. Da werden auch Reporterinnen zunächst aufgehalten. Aber zum Glück gibt es eine offizielle Einladung von Susanne Michalik-Quent, stellvertretender Schulleiterin und Klassenlehrerin der 4c.

Sie und die eine Hälfte der 4c berichten, wie sie nach sieben Wochen wieder in einen ganz neuen Schulalltag gestartet sind. Denn die Schüler bewegen sich jetzt mit Abstand. Wer das Schulgebäude betritt, trägt Maske und desinfiziert seine Hände. Auch wer vom Klassenraum zur Toilette geht, trägt Maske. An all das muss man sich erstmal gewöhnen.

„Wir haben gequatscht und unsere Schultaschen wieder ausgepackt“, sagt Susanne Michalik-Quent. Außerdem haben die Schüler schon eine Geschichte gelesen und festgestellt, „das wir mal wieder lesen müssen“, sagt die Klassenlehrerin augenzwinkernd.

Die langen Wochen zuhause waren natürlich etwas Außergewöhnliches für die Kinder und ihre Familien. Nicht wie Sommerferien, in denen man reisen, Freunde treffen, oder ins Freibad gehen kann. Sondern mehr Zeit mit der Familie, manchmal unter erschwerten Bedingungen. Aber auch mit anderen Möglichkeiten.

Mehr Zeit für den Hund

„Ich konnte mehr Zeit mit meinem Hund Layla verbringen“, sagt Anna-Maria. Und Dominik hat mit seiner Mutter im Garten gearbeitet. Dort mussten Steine entfernt und neu gesetzt werden. Bei Denise steht flauschiger Nachwuchs ins Haus: Die Katze ihrer Mutter hat Katzenbabys bekommen. Eines der Kätzchen dürfe sie behalten, berichtet die Schülerin.

Lernen mussten die Schüler zuhause und sich dabei auch immer wieder selbst motivieren: „Das war nicht schwer, aber auch nicht ganz leicht“, sagt Jan, er habe immer mehr Zeit benötigt als normalerweise in der Schule. „In Mathe kam ich mal nicht weiter“, sagt Melissa. Dann hätten Papa und Mama geholfen. „Wir haben auch was Neues gemacht“, berichtet Anna-Maria. Um schriftliches Dividieren zu lernen, gab es von ihrer Klassenlehrerin einen Link zu einem Film, in dem dies Schritt für Schritt erklärt wird.

Damit alle Kinder für den Schulalltag eine Maske bekommen, haben die Eltern und die Familien gut zusammengearbeitet. So hat eine Mutter der Klasse 4c einen ganzen Klassensatz genäht. Auch die Caritas hat die St.-Martin-Grundschule beliefert und in einigen Familien gibt es Maskenquellen oder Näherinnen: Für Jonas hat seine Oma genäht und Dominik hat eine waschbare Maske von seiner Mutter bekommen, die im Altenheim arbeitet.

Toben mit Abstand

Was den Kindern am Vormittag noch Sorgen macht: Wird es in den Pausen eine Aufsicht geben, die genau darauf achtet, dass sie Abstand halten? Sie habe ihren Schülern gesagt, dass sie keine Angst zu haben brauchen, sagt Michalik-Quent. „Wir werden uns an die Regeln halten, aber wir werden nicht übertreiben. Ich habe gesagt: Bitte seid Kinder und geht spielen.“

Eine Woche haben die Kinder nun „normal“ Schule. Dann tauschen sie mit der anderen Hälfte der Klassen. Für die machen sie ein ein lustiges Maskenfoto, für das sie auch auf die Tische klettern dürfen.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Auf dem früheren Real-Gelände in Norden soll ein Edeka-Markt entstehen. Dafür wird das frühere Real-Gebäude zum Teil abgerissen.

BEBAUUNGSPLAN IN ABSTIMMUNG Edeka-Neubau in Norden verzögert sich erneut um Monate

Aike Sebastian Ruhr
Norden
Völlig zerstört: Die Aufnahme aus dem Jahr 1986 zeigt die   St. Georgen Kirche, dahinter die Wallgärten (Kuhweide)- und die Wohnblöcke vom Friedenshof .

KIRCHE ST. GEORGEN VOR ABRISS GERETTET Oldenburg und das Wunder von Wismar

Thomas Husmann
Oldenburg
Stehen bereits in den Startlöchern, von links: Ronald Siebel (Horizontalbohrung), Felix Baierlein (Genehmigung), Tobias Biener (Projektkommunikation), Frank Schwering (Genehmigung) und Jan-Henrik Kupfernagel (Horizontalbohrung).

HORIZONTALBOHRUNGEN IN DORNUMERSIEL BEGINNEN Dieses Großprojekt spielt entscheidende Rolle für die Energiewende im Nordwesten

Larissa Siebolds
Dornumersiel
Ins DLV–EM-Team berufen: Talea Prepens

LEICHTATHLETIK DLV nominiert Talea Prepens doch noch für EM

Steffen Szepanski
Cloppenburg
Ziel des Neugeborenenhörscreenings mit angeschlossenem Tracking ist es, schwerhörige Kinder möglichst innerhalb der ersten sechs Lebensmonate zu behandeln – beispielsweise mit einem Cochlea-Implantat.

OLDENBURGER HÖRZENTRUM FORDERT LANDESWEITE UNTERSUCHUNGEN Trotz Anspruchs – 86 Prozent der Babys werden nicht auf Schwerhörigkeit getestet

Anja Biewald
Oldenburg