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Spenden-Projekt In Barßel Für den Skatepark quer durch das Land radeln

Barßel - Ob mit dem BMX oder mit dem Skateboard – die Barßeler Jugendlichen sind gerne draußen. Nur um ihr Hobby auch auszuleben, fehlt ihnen der passende Ort. „Die Jugendlichen sollen ja nach draußen. Doch damit sie nicht irgendwo stören, fehlt einfach ein Ort“, sagt Michael Bohnen. Unter anderem durch seine Tätigkeiten in der Messdienergemeinschaft hat er guten Kontakt zu den Jugendlichen und will auch durch seine Position als Ratsherr (CDU) ein ganz bestimmtes Projekt in der Gemeinde umsetzen – ein Skatepark für Barßel.

Symbolische Fahrt

Dafür muss aber erstmal ein Standort gefunden werden. „Dabei hilft ein Gutachten – doch das kostet natürlich“, sagt Bohnen. 1800 Euro hat ein Planungsbüro aus Hannover als Kosten berechnet. Um die Barßeler auf das Projekt aufmerksam zu machen und so die Spendenbereitschaft zu erhöhen (siehe Infokasten), hat sich Bohnen etwas Besonderes ausgedacht. „Ich fahr einfach mit dem Rad vom Bodensee bis nach Barßel – also einmal quer durch Deutschland“, sagt der fahrradverrückte Barßeler. Ihn begleiten seine Freunde Michael Morthorst, Marcel August und Patrick Plenter. „Es geht erstmal um den Bodensee. Wo wir dann immer übernachten, schauen wir unterwegs – am liebsten im Zelt“, freut sich Bohnen auf das Abenteuer.

Die Tour soll an diesem Freitag, 24. Juli, starten. Für die rund 1000 Kilometer plant die Gruppe sieben bis acht Tage ein. „Auf meiner Homepage und auch bei Facebook und Instagram werden wir die Fahrt auch videotechnisch begleiten. Jeder kann sehen, dass wir für eine Spende auch etwas leisten“, so Bohnen.

Falls er die 1800 Euro für das Gutachten zusammenbekommt, geht es dann in die Feinplanung. „Ich habe das Thema auch schon mit vielen Barßelerinnen und Barßelern besprochen und es gab viel Zustimmung“, sagt Bohnen. Wo der Skatepark dann stehen soll, muss die Standort-Analyse zeigen. „Das muss nicht unbedingt in Barßel sein – auch die anderen Ortsteile wie Elisabethfehn oder Harkebrügge spielen eine Rolle dabei.“

Unterstützung vor Ort

Um das Projekt zu verwirklichen, ist Bohnen aber auf die Unterstützung vor Ort angewiesen. „Die Spende muss ja nicht mal groß sein – fünf Euro helfen hier schon eine ganze Menge weiter“, sagt er. Bereits beim Aufbau des Projektes erhielt er auch schon Unterstützung von Barßelern. So verkauft Sportbekleidung Schröder die T-Shirts und Pullover zum Projekt, Volker Hinz hat die Homepage für Bohnen mit aufgebaut, Zweirad Meiners-Hagen stellt Bohnen ein Rad zur Verfügung und auch die ersten Spenden von weiteren Barßeler Firmen sind schon auf dem Konto eingetroffen. „Schon jetzt bedanke ich mich bei allen, die dieses Projekt möglich machen. Jede Spende ist wichtig“, sagt der 36-Jährige.

Neues Freizeitzentrum

Doch warum eigentlich ein Skatepark? Bohnen: „Wir haben damit die Chance, ein neues Freizeitzentrum in der Gemeinde zu schaffen. Fasst jede Nachbarkommune kann auch so etwas bieten. Begeisterte Skater oder BMX-Fahrer gibt es in unserer Gemeinde genug.“

Natürlich spielen für ihn auch nach der Analyse die Kosten eine Rolle. „Das Ganze darf natürlich nicht zu teuer werden, aber damit wird etwas Gutes getan für die Jugend.“

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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