Bollingen - Sein Angebot zum Betreuten Wohnen weitet das Alten- und Pflegeheim St.-Michael-Stift in Bollingen aus. Dort soll eine weitere Wohnanlage entstehen. Das verkündeten Pfarrer Ludger Fischer als Vorsitzender des Kuratoriums des St.-Michael-Stiftes sowie Heimleiter Gunnar Evers und stellten das Projekt vor. Gut eine Million Euro werden in das Bauvorhaben investiert. Baubeginn soll im Frühjahr 2021 sein.
Hohe Nachfrage
Neben dem Alten- und Pflegeheim, das mit seinen 114 Plätzen aller Pflegegrade für Langzeit-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege fast immer zu 100 Prozent ausgelastet ist, bietet das St.-Michael-Stift unter dem Motto „Alles können, nichts müssen“ ein betreutes Wohnen an. Bereits seinerzeit war zunehmend der Wunsch vorgetragen worden, gut umsorgt, aber doch noch selbstständig in einer kleinen, altengerechten Wohnung zu leben und bei Bedarf Hilfen in Anspruch nehmen zu können. So wurde Ende 2008 die erste Anlage „Betreutes Wohnen“ mit fünf Wohnungen bezogen. 2013 folgte der Bezug der zweiten Wohnanlage, die sieben Wohnungen für Singles und Paare beinhaltet. „Der Wunsch nach weiterem betreutem Wohnen ist jedoch ungebrochen“, weiß Heimleiter Gunnar Evers aus vielen Gesprächen und einer Liste von rund 30 Interessenten für freiwerdende Wohnungen. Diesem Wunsch möchte das St.-Michael-Stift mit dem Bau der neuen Wohnanlage nachkommen.
Planungen seit 2019
Bereits 2019 hatten die Mitglieder des Kuratoriums sich Gedanken über die Ausweitung des Angebotes auf dem rund 4,5 Hektar großen Gelände gemacht und entschieden, in eine weitere Anlage mit neun Wohnungen zu investieren. Im Oktober 2019 sei man in die Planungen eingestiegen und herausgekommen seien wiederum ebenerdige, behindertengerechte Wohnungen für eine oder zwei Personen, berichten Pfarrer Fischer und Evers.
Die Größe der einzelnen Wohnungen beträgt zwischen 50 und 60 Quadratmeter. Auch die neue Reihenhauswohnanlage soll neben den bisherigen unmittelbar am Toskewieker Weg in direkter Nachbarschaft zum Alten- und Pflegeheim entstehen.
Verzögert habe sich die Planungs- und Genehmigungsphase durch die Corona-Pandemie; im August hatte der beauftragte Architekt schließlich die Bauantragsunterlagen beim Landkreis Cloppenburg einreichen können. Wichtig war den Entscheidungsträgern, dass die neue Wohnanlage dem vorhandenen Bestand angeglichen werde und das Ganze wie ein Ensemble wirke.
