Garrel - Zu einem Gebäudebrand mussten die Freiwilligen Feuerwehren aus Garrel und Bösel in der Nacht zu Mittwoch an den Erlenweg in Garrel ausrücken. Die 55-jährige Bewohnerin hatte „brandtypische Knister- und Knallgeräusche aus dem Bereich der an das Wohnhaus angrenzenden Diele“ aus dem Schlaf gerissen, teilte die Polizei am Vormittag mit. Sie weckte die 83-jährige Hausbesitzerin, die im Erdgeschoss schlief. Und beide Frauen verließen das Gebäude.
Alarmiert worden war die Feuerwehr Garrel noch mit dem Hinweis auf gefährdete Menschenleben. Doch beim Anrücken wurde gemeldet, dass die beiden Bewohnerinnen das Haus bereits verlassen konnten.
Bösel nachalarmiert
Die Flammen schlugen bereits meterhoch aus dem Dach des Wohnhauses, als die Garreler Feuerwehrleute gegen 3.30 Uhr vor Ort eintrafen. Die Flammen hatten aus der Diele bereits auf das Wohnhaus übergegriffen. Nachdem das Ausmaß des Brandes offensichtlich wurde, alarmierte Einsatzleiter Ingo Alberding schließlich die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bösel nach. „Das Wohnhaus war nicht mehr zu retten“, schilderte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Alberding am Mittwochmorgen im Gespräch mit unserer Zeitung die Lage in der Nacht. Ziel sei es daher gewesen, durch Riegelstellung die umliegenden Stallgebäude vor den Flammen zu sichern. Das habe auch funktioniert. Wasserleitungen mussten über zwei Hydranten an der Bahnhofstraße und der Industriestraße über weitere Strecken aufgebaut werden. Ein Mitarbeiter der EWE stellte den Strom- und Gasanschluss des Hauses ab.
Verletzt wurde bei dem Feuer glücklicherweise niemand, die Bewohnerinnen wurden aber durch Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) betreut. Sie kamen bei Angehörigen unter, da das Haus nicht mehr bewohnbar ist.
Ermittlungen zur Ursache
Der Sachschaden ist immens und wurde von der Polizei mit rund 500 000 Euro beziffert. Im Einsatz waren die Feuerwehr Garrel mit 38 und die Feuerwehr Bösel mit 22 Kräften. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
