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CDU-Kreisparteitag in Bühren Landrat Wimberg: „Nicht nur Inzidenz betrachten“

Bühren - Ralph Brinkhaus (Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion), Bundestagspräsident Norbert Lammert oder Dr. Bernd Althusmann als Landesvorsitzender der CDU und Wirtschaftsminister in Niedersachsen – prominente Unterstützung im Wahlkampf im Landkreis Cloppenburg für die Kommunalwahl am 12. September hat Christoph Eilers, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Cloppenburg, am Samstag in Bühren angekündigt. Der Kreisparteitag hatte klar den Wahlkampf im Fokus, wurde sogar erstmals ein Wahlprogramm verabschiedet (s. Zweitstück). Das solle den rund 320 CDU-Kandidaten im Landkreis als Richtschnur dienen. Vor den Kandidaten, die sich zur Wahl stellten, „ziehe ich den Hut“, so Eilers.

Blick auf die Pandemie

Ehrungen

Ehrungen konnte Vorsitzender Christoph Eilers auch vornehmen: Seit 60 Jahren Mitglieder der CDU sind Franz Hellmann (Sevelten) und Jürgen Quatmann (Elsten). Auf eine 25-jährige Mitgliedschaft blicken 207 Frauen und Männer, 73 haben seit 40 Jahren das Parteibuch und 54 Mitglieder seit 50 Jahren. Auch der CDU-Kreisverband Cloppenburg hat allen Grund zum Feiern. Er wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Gefeiert werden soll das allerdings erst nach den Wahlen im Herbst, kündigte Eilers an.

„In stürmischer See und in schwierigen Zeiten konnten wir uns aufeinander verlassen“, richtete Landrat Johann Wimberg (CDU), der sich im September ebenfalls wieder zur Wahl stellt, seine Worte an die CDU-Mitglieder. Er blickte auf die Pandemie, die Wirtschaft, Familien und der gesamten Gesellschaft viel zugemutet habe. Vieles habe im Kreis gut funktioniert, einiges nicht. Insgesamt sei der Kreis aber „gut durch die Krise gekommen“, habe stellenweise sogar Maßstäbe gesetzt.

Von Bahnstrecken bis Krankenhaus – das CDU-Programm

Bühren

„Die vierte Welle kommt“, stellte Wimberg unmissverständlich klar. Um gut vorbereitet zu sein, appellierte er, sich impfen zu lassen. Bei der Bewertung der Lage dürften aber nicht nur Inzidenzzahlen herangezogen werden, verwies Wimberg auf die Tatsache, dass kein Corona-Patient im Kreis im Krankenhaus behandelt würde.

Weiterhin sprach Wimberg über Investitionen in die Schulen, in Kreisstraßen und Radwege, über die Reaktivierung von Gleisen („Warum soll es künftig nicht möglich sein, von Löningen nach Hamburg oder von Garrel nach Berlin zu fahren“), sprach über den vierstreifigen Ausbau der E 233. Von dem erhofft sich Wimberg auch wirtschaftliche Impulse – wie ihn die A1 dem Kreis Vechta gebracht habe. Richtfunk sei eine Brückentechnologie, kein Ersatz für Glasfaseranschlüsse, so Wimberg zum Thema Breitbandausbau. Der CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, Hans Götting, berichtete aus dem Kreistag.

Kritik von Fischer

Emsteks Bürgermeister Michael Fischer blickte auf die Vielzahl an Baumaßnahmen in der Gemeinde und kritisierte die kurzen Fristen bei der Umsetzung von geförderten Mensabauten. In der Gemeinde gebe es 600 Anfragen nach Wohnbaugrundstücken, sprach Fischer über Zukunftsthemen; Kunstrasenplatz, Schwimmbadsanierung, Sporthallen in Höltinghausen und Bühren nannte er weiter. Klimaschutz und Standortmarketing seien Themen.

Inhaltlich galt es auf dem Parteitag unter anderem, Delegierte für den Landesparteitag sowie für den Landesparteiausschuss Oldenburg zu wählen sowie für den Parteitag der CDU in Niedersachsen.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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