Bühren/Emstek - Der Eiffelturm aus Paris oder Big Ben aus London stehen mittlerweile auch in Bühren. Erbaut wurden sie von den Grundschülern in der Technik AG der neu eingerichteten Ganztagsbetreuung an der vierten Grundschule der Gemeinde Emstek. Seit dem neuen Schuljahr läuft die Betreuung inklusive Mittagessen bis 15 Uhr an vier Tagen die Woche, erläutern die Gemeindevertreter Reiner kl. Holthaus und Michael Fischer sowie Schulleiterin Claudia Heythausen bei einem Pressetermin in der Schule.
Verschiedene Angebote
52 Schüler besuchen die Grundschule, durchschnittlich 26 Kinder nehmen das Ganztagsangebot wahr. Montags dreht es sich um die Technik, der Dienstag wird kreativ gestaltet, am Mittwoch wird Flötenunterricht angeboten, und der Donnerstag steht ganz im Zeichen des Sports. Wer beispielsweise aber nicht am Musikangebot teilnehmen möchte, kann sich auch dem Spiel- und Spaßangebot anschließen, sagt Schulleiterin Heythausen. Aber: „Vorher werden zusammen die Hausaufgaben gemacht. Danach geht es in die AGs, das hat sich mittlerweile gut eingespielt“, freut sich die Pädagogin.
Gegessen wird im Pfarrheim, das fußläufig zu erreichen ist. Das Essen kommt von einem Dienstleister aus dem Landkreis Vechta, der alle Grundschulen der Gemeinde Emstek mit diesem Angebot versorgt. Aktuell essen die Schüler coronabedingt in zwei Kohorten, vor den Schülern werden am gleichen Ort auch die Kindergarten-Kinder versorgt.
An der Emsteker und der Halener Grundschule gibt es seit Sommer 2018 das Ganztagesangebot, in Höltinghausen wird das Programm seit Sommer 2019 angeboten. Vorher wurde eine Nachmittagsbetreuung durch die Gemeinde und das Familienbüro angeboten, erläutert Erster Gemeinderat Reiner kl. Holthaus. Damals kostete das Angebot noch etwa zwei Euro pro Schüler, jetzt ist es kostenlos und wird vom Land übernommen. Außerdem ist der Bustransfer organisiert, so der Erste Gemeinderat. Gezahlt werden müssen noch die Kosten für das Mittagessen, die aktuell bei 2,70 Euro liegen.
Zuschüsse zahlt die Gemeinde sowohl für das Mittagessen als auch für die Betreuung. Denn die vom Land zugeteilten Lehrerstunden seien zu knapp, so kl. Holthaus.
Zwei Kohorten
In Bühren beispielsweise arbeiten eine Lehrkraft und eine pädagogische Mitarbeiterin, obwohl bei durchschnittlich 26 Schülern eine Lehrkraft für die Betreuung ausreichen würde. „Es wäre theoretisch eine Klasse, die Kinder sind aber auch aus der ersten bis zur vierten Klasse. Da muss ich anders betreuen“, berichtet kl. Holthaus.
Durchschnittlich 57 der 304 Grundschüler lassen sich in Emstek betreuen, 13 von 83 in Halen und 37 von 91 in Höltinghausen. Die Nachfrage in Bühren hat Heythausen überrascht, und man rechne mit einem noch weiter steigenden Bedarf. Denn dank der Ganztagsschule sind die Hausaufgaben erledigt und die Kinder essenstechnisch versorgt, wenn sie gegen 15 Uhr wieder zuhause ankommen. So haben die Eltern die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit zu verlängern oder die Großeltern oder die Spielgruppe müssen nicht mehr jeden Tag einspringen.
