Barßel - Seit nunmehr 25 Jahren ist die Bürgerfraktion Barßel (BFB) jetzt im Gemeinderat vertreten. Als parteiunabhängige Gruppe hatte sich die Bürger-Fraktion Barßel (BFB) im Herbst 1997 nach Unstimmigkeiten innerhalb der CDU gegründet und blickt nun auf die langjährige Arbeit im Gemeinderat zurück.
„Kleine Revolution“
„Die Gründung stellte vor 25 Jahren eine kleine Revolution dar. Galt es doch, in der CDU mehr bürgernahes demokratisches Handeln zu erreichen“, sagt die jetzige Fraktionsvorsitzende Waltraut Frerichs.
Es sei, laut Frerichs, über die zahlreichen Jahre unter dem Vorsitz von Josef Wagner im Gemeinderat eine bessere Diskussionsstruktur und durch das Stellen von Anträgen vieles erreicht worden. Dazu zählt laut BFB unter anderem, dass Radwege ausgebaut und die Barßeler Infrastruktur verbessert wurde. Außerdem wurde der Ausstieg aus dem C-Port erreicht und neue Gewerbegebiete aufgebaut. Zudem wurde beispielsweise der Weg für neue Wohnbaugebiete freigemacht und es wurden neue Kindergärten gebaut.
„Gerade die Unabhängigkeit, frei von parteilichen Interessen und Lobbyismus, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten der politischen Arbeit als Vorteil erwiesen. Wir können jeweils frei von Antrag zu Antrag, ohne Fraktionszwang, entscheiden, was unserer Meinung nach am besten für die Barßeler Bürger ist und können uns auch mit wechselnden Mehrheiten für bestimmte Anliegen einsetzen. Wir haben immer wieder Projekte anschieben können“, so der ehemalige Vorsitzende Josef Wagner.
Viele Themen
Derzeit setzt sich die BFB intensiv für die Abschaffung der Straßenausbau-Beitragssatzung sowie für die Entwicklung eines Nutzungskonzeptes für das denkmalgeschützte Kulturerbe Müllerhaus ein. Weitere bedeutende Arbeitsthemen sind unter anderem die Weiterentwicklung am Hafen, die Verbesserung der Außendarstellung an der IGS sowie die Neuansiedlung von Gewerbebetrieben in den bestehenden und zu erweiternden Gewerbegebieten.
Ob die für Anfang November geplante Jubiläumsfeier der BFB stattfinden kann, wird abhängig gemacht von der Entwicklung der Corona-Fallzahlen.
