Bösel - 88 Wahlberechtigte hatten bis Mittwochmittag bereits ihre Wahlunterlagen für die Bürgermeisterwahl am 27. Februar angefordert. Dabei sind die ersten Wahlbenachrichtigungskarten erst am Wochenende in den Haushalten eingetrudelt. Bösels Bürgermeister Hermann Block (CDU), einziger Kandidat für das Amt, warf beim Pressetermin den Umschlag mit seinem Stimmzettel in die Wahlurne.
Die Hoffnung der Verwaltung: Dass möglichst viele Böseler in den kommenden Tagen und Wochen die Möglichkeit nutzen, schon vor dem Wahlsonntag ihre Stimme abzugeben. Entweder ab sofort im Rathaus, dazu brauchen sie einen Ausweis und den Impfnachweis, oder per Briefwahl. Das soll nicht nur dem Infektionsschutz dienen. Es sollen auch möglichst viele Menschen ihre Stimme abgeben.
Einfache Mehrheit
„Die große Gefahr ist, dass die Leute sagen: Der wird sowieso gewählt“, sagt Block. Auf dem Stimmzettel können die Wähler mit „Ja“ für den Kandidaten Hermann Block (CDU) stimmen oder mit „Nein“ gegen ihn. Um im Amt bestätigt zu werden, reicht eine Ja-Stimme mehr als Nein-Stimmen.
Doch das ist nicht Blocks Ziel. Auch Gemeindewahlleiter Rainer Hollje wünscht sich, dass viele Böseler ihre Stimme abgeben. „Wahlen sind ein hohes Gut in einem demokratischen Staat“, sagt Hollje und verweist darauf, dass 2014 rund 55 Prozent der Wahlbeteiligten an der Bürgermeisterwahl teilgenommen haben.
Allerdings hatte Block damals eine Gegenkandidatin, 2006 gingen noch 60 Prozent zur Urne. Damals hatte Block zwei Gegenkandidaten. Dazu kommt: Einen klassischen Wahlkampf an Haustüren, bei Podiumsdiskussionen oder Vereinsbesuchen kann Block in Corona-Zeiten nicht machen.
Ein zentrales Thema
Ab Anfang Februar will er mit Bannern an den Ortseingängen auf die Wahl aufmerksam machen. Auf Plakate wird er aus Umweltschutzgründen verzichten. Ein Flyer mit Projekten, die Block sich für die kommende Amtszeit vorgenommen hat, soll in alle Haushalte gehen. Doch das „zentrale Wahlkampfthema“ sei für ihn derzeit die Mobilisierung zur Wahl, sagt Block: „Am einfachsten ist es, hierher zu kommen.“
Im Wahlbüro des Böseler Rathauses gebe es eine Mitarbeiterin, die helfen könne, wenn unklar sei, wie das Briefwahlformular auszufüllen sei und in welchen Umschlag der Stimmzettel gehöre, sagte der Bürgermeister.
