Cloppenburg/Aurich - Und sie können es eben doch – gewinnen. In der Dritten Handball-Liga der Männer haben die Spieler des TV Cloppenburg im 15. Drittligaspiel den allerersten Sieg überhaupt in deser Liga feiern können und das nicht gegen eine mitabstiegsgefährdete Mannschaft, sondern gegen den momentanen Tabellenzweiten ASV Hamm-Westfalen II. Und nun im Derby beim OHV Aurich an diesem Sonntag (17 Uhr, Sparkassen-Arena)?
Lernen aus hinspiel
TVC-Trainer Leszek Krowicki ist zwar weit davon entfernt nach dem Erfolg übermütig zu werden, aber chancenlos sieht er sich nicht. „Wir haben damals beim 23:35 in Hamm sehr viele Fehler gemacht, daraus gelernt und im Rückspiel es wesentlich besser gemacht. Ich hoffe, gegen Aurich gelingt uns dies erneut. denn zu Hause beim 27:32 haben wir die Partie nach guter erster Halbzeit durch eine zehnminütige Schwächephase dank vieler Fehlwürfe und technischer Fehler aus der Hand gegeben und waren wie so oft in dieser Saison trotz teilweise guter Leistungen am Ende immer wieder die Deppen“, so der Coach, der vor allem auf eine Fortsetzung der extrem guten Abwehrarbeit setzt. Denn nur drei Treffer in der zweiten Halbzeit gegen ein Team wie Hamm zu kassieren, ist außergewöhnlich und zeigt, welches Potenzial im Team steckt, das dies aber über die vollen 60 Minuten ausschöpfen muss, will sie in dieser Liga punkten.
„Was uns im Gegensatz zu Aurich fehlt, ist ein starker, ausgeglichener Rückraum, darauf werden mit unserer Defensivarbeit reagieren müssen, um über Ballgewinne und Konter zu einfachen Treffern kommen zu können“, so Krowicki, der sich auf das Duell freut mit seinem Kollegen Arek Blacha, den er als Spieler und als Trainer sehr schätzt. Allerdings muss der Trainer des TV Cloppenburg bis zum Sonntag um seinen Einsatz bangen, denn eine schwere Erkältung fesselte ihn ans Bett, musste das Training von Erik Gülzow und Kevin Rake übernommen werden. „Nur gut, dass alle Spieler fit sind. Ich will natürlich unbedingt dabei sein, denn ich habe noch nie ein spiel wegen Krankheit verpasst“, so Krowicki, der auch auf Rückraumspieler Krzysztof Pawlaczyk setzen kann, der zwar in der Schlussphase die rote Karte sah, aber nicht gesperrt ist.
„Das wäre sonst ärgerlich gewesen, denn die Schiedsrichter haben den falschen Spieler von uns erwischt“, schmunzelt der Coach, verrät aber nicht mehr.
Apropos falsche Rote Karte: Im Hinspiel erhielt Ole Harms, zweitbester Torschütze der Dritten Liga „Rot“ (19.), weil er bei einem Siebenmeter angeblich den Kopf des Torwarts anvisiert hätte, was völlig, wie auch die Gegenseite betonte, falsch gewesen sei. Umso ehrgeiziger wird der TVC-Kapitän ins Rückspiel gehen . . .
Starker OHV-Rückraum
Der Gastgeber aus Aurich, der zuletzt 31:29 beim LIT 1912 II nach 12:15-Pausenrückstand gewann, ist vor allem im Rückraum stark besetzt mit Evgeny Vorontsev (59 Tore), Peter Puljic (58) und Jonas Schweigart (57), allerdings trumpfte zuletzt Kevin Wendlandt (Rückraum links) mit acht Treffern auf, traf Kreisläufer Jannes Hertlein fünfmal.
Für die Zuschauer gilt am kommenden Sonntag: Neben Impf- oder Genesenen-Nachweis ist ein aktuelles Testzertifikat vorzulegen, es gilt FFP2-Maskenpflicht, die Maske muss auch während des Spiels getragen werden.
