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NWZonline.de Region Cloppenburg

Ansgar Brinkmann „genießt jetzt die Freiheit“

30.01.2018

Cloppenburg „Er ist glücklich, dass er raus ist“ – das sagt ein enger Freund Ansgar Brinkmanns, der mit ihm gemeinsam für die Altherrenmannschaft von Blau-Weiß Lüsche spielt, am Montagmorgen auf Nachfrage der NWZ und ergänzt: „Ich habe gerade mit ihm telefoniert.“

Er hat es tatsächlich getan – der Bakumer Ansgar Brinkmann hat am Sonntagabend das RTL-Dschungelcamp vorzeitig und freiwillig verlassen. „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“, sagte der ehemalige Fußballprofi nach zehn Tagen im australischen Dschungel, als er zusammen mit seinen Mitcampern um das Lagerfeuer herum stand.

Ansgar Brinkmann auf dem Weg in die Freiheit Bild: MG RTL D/Stefan Menne

Doch was war passiert? Die ständigen Bestrafungen nach angeblichen Regelverstößen nerven den Bakumer, der am Tag zuvor noch in einer Dschungelprüfung überzeugen konnte. „Hier ist doch alles ein Regelverstoß“, meckerte er bereits seit Tagen.

Gegen Regeln verstoßen

Am Sonntag verstieß Brinkmann aus Sicht von RTL erneut gegen eine Regel: Er hatte sein Mikrofon abgelegt. „Ich bin aus dem Tiefschlaf aufgewacht. Dass ich dann nicht als erstes ans Mikrofon denke, ist doch wohl klar“, schimpfte er und drohte in Richtung RTL-Regie: „Wenn ich deswegen Ärger bekomme, packe ich direkt. Ich werde ungern verarscht und das ist Verarsche. Und es reicht mir. Ich gehe nach Hause.“

Tatsächlich sollte der 48-Jährige zur Strafe einen seiner beiden Luxusgegenstände abgeben. „Dann gehe ich nach Hause jetzt direkt. Das langweilt mich“, entgegnete er der RTL-Regie. „Wer meine Historie kennt, weiß, dass ich ein Freigeist bin. 39 Trainer wollten mir sagen, was ich auf dem Platz tun soll. Ich habe gemacht, was ich will. Die Regie hier ist mein 40. Trainer. Glaubt ihr, dass ich das ändere? Was ist bitte los mit Euch?!“

„Ich bin total überrascht, das hätte ich nicht von Ansgar erwartet“, sagte seine Ex-Freundin und Begleiterin Inga Kusiek direkt nach der Sendung am späten Sonntagabend. „Aber bei Ansgar muss man mit allem rechnen“, meinte sie und erzählte, dass sie ihn mit einer kalten Orangenlimo im Hotel empfangen wolle.

Tag 8: Ansgar Brinkmann bei der Dschungelprüfung „Creek der Sterne“ Bild: MG RTL D/Stefan Menne

„Wenn Ansgar etwas sagt, dann hält er sich dran“, erzählt sein Teamkollege aus Lüsche. „Er meinte in unserem Gespräch, dass er sich zwar geärgert habe über seine Entscheidung, sich aber treu bleiben wollte“, erzählt sein Freund, der selbst überrascht von Brinkmanns vorzeitigem Aus war. Der Ex-Fußballer habe sich über die schöne Lebenserfahrung im Dschungelcamp gefreut und er sei froh, dass er medial so dargestellt wurde, wie er ist. „Für die Zuschauer kam er als Teamplayer rüber – und das ist er.“

Strapazen sind vorbei

Körperlich gehe es dem 48-Jährigen gut. „Aber er ist trotzdem froh, dass die Strapazen vorbei sind. Am glücklichsten ist er darüber, dass er endlich wieder frei ist. Im Dschungel konnte er nichts alleine machen“, erzählt Brinkmanns Freund nach dem Telefonat nach Australien. Dort bleibt der Bakumer noch bis Mittwoch im Luxus-Hotel in Brisbane, bevor es zurück nach Deutschland geht. „Jetzt will er erst einmal die Freiheit genießen“, sagt sein Teamkollege aus Lüsche.

Lesen Sie auch: Unser Mann im RTL-Dschungelcamp, NWZ-Artikel vom 24. Januar 2018

und: Bätschela! Und? Wer geht mal in Dschungelcamp?, „Bonny & Claudia“-Blogbeitrag

Erste Interviews

Doch bevor Brinkmann seine wiedergewonnene Freiheit genießen kann, musste er noch vor die Mikrofone treten: „Regeln, Regeln, Regeln. Abmahnungen, Abmahnungen, Abmahnungen: Damit hatte ich in meiner Fußballkarriere genug zu tun. Ich hab irgendwann gesagt, dass sie (die Trainer) sich ihre Abmahnungen einrahmen und in die Küche hängen können.“ Das sei ihm schließlich auch im RTL-Dschungelcamp zu viel geworden. Trotz allem: Er wäre noch gerne länger im Camp geblieben. „Die ganze Veranstaltung hier – leider geil“, meinte Brinkmann nach seinem Auszug gegenüber einem Kamerateam von RTL. Trotz der Aufregung über die Regeln und Bestrafungen habe es ihm dann doch Spaß in der Show gemacht.

Reiner Calmund Bild: Henning Kaiser/dpa

Brinkmanns guter Bekannter, Reiner Calmund, früher Manager bei Bayer Leverkusen und mittlerweile Fußball-Experte beim Privatsender Sky, ist zufrieden mit dem Auftritt des Bakumers. „Er ist nicht so aalglatt, sondern ein Charakterkopf – und genau davon lebt eine solche Sendung“, meint er im Gespräch mit der NWZ. „Das ist natürlich eine Extremsituation im Dschungel – harte, zum Teil ekelige Dschungelprüfungen und nichts zu essen. Ansgar hat mir erzählt, dass er in einer Woche acht Kilo abgenommen hat. Und dazu kommen natürlich noch diese überzogenen Bestrafungen. Aber das gehört eben zum Konzept der Show, das hätte Ansgar ja wissen müssen. An seiner Stelle hätte ich mir das mit dem Auszug genau überlegt, schließlich geht es um viel Geld – ein fünfstelliger Betrag ist jetzt weg.“ Medienberichten zufolge sollte Brinkmann für seinen Einsatz im Dschungel, wenn er nicht freiwillig geht, 60.000 Euro erhalten – nun wird die Gage gekürzt.

„Auch wenn ich an seiner Stelle noch im Camp geblieben wäre, muss ich ihm trotzdem ein Kompliment machen. Obwohl er so ein Sturkopf ist, ist er trotzdem immer ein toller Teamplayer. Das habe ich ihm auch schon persönlich am Telefon gesagt“, erzählt Calmund und ergänzt: „Ansgar kam bei den Zuschauern gut an. Da bin ich mir sicher.“

Gloria Balthazaar Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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